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Mai 2019 – Eishockey-WM in der Slowakei

Eishockey-WM in der Slowakei? Da hatten wir von 2011 doch gute Erfahrungen! Also wollten wir mal wieder eine komplette WM machen. Allerdings spielt Deutschland dieses Jahr in zweiten Spielort: in Košice, einer Industriestadt ganz im Osten. Fliegen? Vielleicht. Aber Unterkünfte? Da sah es mau aus, als ich Ende Mai 2018 das erste Mal schaute. Ich fand aber eine Ferienwohnung direkt an der Fußgängerzone, die von der Beschreibung gut aussah, preislich stimmte und noch einigermaßen in Fußwegreichweite zur Halle ist. Und ist meine. Im Oktober gab es auch keine besseren Unterkünfte, im Gegenteil – nur (noch) welche mit horrenden Preisen! Eine Woche vor unserer Abreise allerdings bekamen wir eine schlechte Nachricht, dass Booking die Vorauszahlung nicht abbuchen konnte und mal eben die Buchung storniert hatte! Mehrere Telefonate mit der Unterkunft konnten aber die Reservierung für uns aufrecht erhalten, allerdings für eine etwas verkürzte Zeit. Na gut, dann geht es eben für die deutschen Spiele 6 und 7 aus 30 km Entfernung zum Spielort... Zwei Tage vor Turnierbeginn die nächste Horrormeldung: das mit den Akkreditierungen ist auch noch nicht in trockenen Tüchern – dagegen nahm sich ja die nicht funktionierende Klimaanlage in unserem so gut wie neuen Auto noch harmlos aus ;-) Dieses Manko ist zum Glück zwei Wochen vor dem Urlaub aufgefallen und war in zwei Werkstatttagen behoben.

 

Freitag, 10.5.19 – der erste Reisetag

Unsere Zwischenübernachtung in Polen
Unsere Zwischenübernachtung in Polen Bevor der Wecker klingelte, war ich wach, und so konnten wir bereits gegen 5:15 Uhr starten. Das hatte den Vorteil, dass wir staufrei durch das Ruhrgebiet kamen, und auch anschließend ging es wunderbar, auch durch Baustellen und phasenweise Starkregen. So trafen wir nach ca. 970 km bereits um kurz nach 15 Uhr an unserem geplanten Zwischenstopp in Olszowa/PL ein. Hier hatte ich ein kleines Hotel gebucht, und uns erwartete eine umgebaute Scheune – auf google maps 2013 noch recht verfallen, jetzt toll hergerichtet!

Sieht fast echt aus: Petersdom (Rom)Sieht fast echt aus: Petersdom (Rom)Da wir so zeitig hier waren, konnten wir uns im angeschlossenen Miniaturpark noch ein wenig zwischen Kirchen im Maßstab 1:25 herumwandern, ehe wir uns zum wohlverdienten Abendessen im „Spichlerz“ einfanden. Nach dem Essen versuchten wir den Sportsender auf unserm Hotelzimmer-TV, es sollte auch die WM übertragen werden, aber leider brach die Übertragung aus Košice nach knapp 10 Min. zusammen. Okay – wir sind rechtschaffen müde, dann geht es mal wirklich früh zu Bett!

 

 

Samstag, 11.5.19 – zweiter Reise- und erster Spieltag

Kurz vor 8 waren wir im Frühstücksraum und pünktlich halb neun ging unsere Reise weiter. Die Autobahn war nur um Gleiwitz und Kattowitz ziemlich dicht, danach wurde es lichter, und nach Krakau waren wir fast alleine unterwegs. Interessant waren die Mautstellen: zunächst zahlten wir für die gefahrene Strecke, dann kam eine Mautstelle vor Krakau. Dort mussten pauschal schon einmal 10 Zloti gezahlt werden und hinter Krakau nochmals das gleiche... Auf dem Weg Richtung Zakopane durchfuhren wir auch einige Ortschaften mit interessantem Baustil – sehr große und vor allem sehr spitze Dächer, Häuser auf relativ kleinem Grund aber 3 ½ geschossig. Und im Hintergrund schneebedeckte Bergrücken, dazu Sonnenschein und blauer Himmel. Bei Poprad trafen wir auf slowakischem Gebiet wieder auf eine Autobahn, und nach ca. 5 Std. erreichten unsere Unterkunft in der Altstadt Košices. Wir parkten das Auto vor dem Durchgang zur Unterkunft (hier bereits Halteverbotszone!) und suchten den Eingang. Hm – in diesem Hinterhof leider Fehlanzeige.

Mit der Parkkralle war die Polizei sehr schnell!
Mit der Parkkralle war die Polizei sehr schnell! Vermieter angerufen, der stand bereits auf der Straße und hatte zumindest unser Auto schon ausgemacht. Es ist der nächste Durchgang, achso. Matus bringt uns in die Wohnung, erklärt einiges, ehe wir das restliche Gepäck ausladen, wobei er uns ebenfalls noch behilflich ist – es geht über ziemlich ausgetretene Treppen in den zweiten Stock. Wir erledigen noch die Formalitäten, dann will Matus uns noch zur nächsten Parkmöglichkeit führen – und vor dem Haus erwartet uns dann die böse Überraschung: die Polizei hat soeben eine Parkkralle am Auto angebracht.... Gut dass Matus bei uns ist und das etwas bereinigen kann, sodass die Knolle nur 15 Euronen kostet! Soll das mit den Pannen etwa so weitergehen in diesem Urlaub?!?

Nachdem wir uns in der kleinen netten Wohnung eingerichtet haben, begeben wir uns zur Arena. Viel Volk unterwegs, viele Ordnungshüter und – wie letztes Jahr in Paris – der Verkehr direkt um die Halle gesperrt und umgeleitet. Wir laufen auf der anderen Straßenseite, wo nicht so viel los ist, und halten hier schon einmal Ausschau nach dem Akkreditierungszentrum, das laut Kollegin Peggy ein paar Meter neben der Halle sein soll. Da wir bisher nichts gesehen haben, gehen wir zum Container mit der Aufschrift „Abholkarten“ (zufällig direkt neben dem Einlass für Media incl. Durchleuchtung). Zunächst hat auch Peter Draisaitl Probleme, ist wohl keine Karte für ihn hinterlegt. Wir bekommen dann die Info, dass die Akkreditierungsstelle „hinter der Baustelle auf der rechten Seite“ ist. Also wieder den Weg zurück und – ach guck mal – von dieser Seite aus ist das gut zu erkennen... Wir bekommen unsere Akkreditierung wie bestellt. Ach nein, nur fast. Auf Detlefs Karte fehlt das Kennzeichen für „Foto am Ice Level“, für das wir aber eine separate Zusatzmail bekommen hatten. Ich reklamiere das, es dauert und dauert.

Blick von der Pressetribüne in die Steel Arena, KosiceBlick von der Pressetribüne in die Steel Arena, KosiceIn der Zwischenzeit bekommt auch Herr Trippcke seine Karte... Als wir endlich die Karte mit Ergänzung ausgehändigt bekommen, ist die Aufwärmphase bereits vorbei. Also wieder rüber zur Halle. Die Rucksäcke werden durchleuchtet, bevor wir zum Eingang kommen. Dann nochmals die Jacken (Schlüssel, Portemonnaie..) übers Band und persönlich durch den Scanner und dann waren wir drin – das war vor 8 Jahren irgendwie doch anders.... Und jetzt hieß es, sich erst einmal orientieren, was gar nicht so einfach ist, weil es hier drei verschiedene Pressearbeitsräume gibt... Der Weg zur Pressetribüne war auch ausreichend beschildert, und wir kletterten einige Reihen hoch – es ist sehr steil hier.

Deutschland tut sich im ersten Spiel gegen Aufsteiger Großbritannien ziemlich schwer, erst Ende des zweiten Drittels traf der Youngster im Team, Moritz Seider, zur 1:0 Führung. Ein Fehler von Superstar Leon Draisaitl leitete den Ausgleich der Briten ein, doch am Ende konnte Deutschland sich noch zum 3:1 Sieg arbeiten. Beim Spiel nicht viel gearbeitet, Detlef hatte noch nicht den Zugang zum Ice Level und zur Ausgabe der Fotowesten gefunden. Außerdem sind die 3 Arbeitsräume schlecht gelüftet und voll. Noch kurz mit Kollegin Peggy gesprochen und ein paar weitere Informationen bekommen. Das Abendspiel schauten wir nicht mehr in der Halle sondern suchten uns ein Lokal für ein leckeres Abendessen. Wir wurden auf dem Weg zur Unterkunft fündig: in der Pivovar Golem lief auch auf großen Bildschirmen das Eishockeyspiel, und es gab leckeres Essen und Bier. So gestärkt kehrten wir in der zweiten Drittelpause in die Unterkunft zurück, wo wir den Rest guckten und den Bericht des ersten Tages erstellten.

 

Sonntag, 12.5.

auf dem Weg zum Bahnhof fanden wir dieses nette Hausauf dem Weg zum Bahnhof fanden wir dieses nette HausNicht sehr lange geschlafen, weil durch unsere Dachgeschoss-Schlafzimmerfenster natürlich früh die Sonne schien, und Sonntag war der bisher schönste Tag... Aus den mitgebrachten Lebensmitteln gefrühstückt, danach liefen wir zum Bahnhof, wo auch ein Lidl ist, der sonntags geöffnet hat. Ziemlich chaotischer Laden, aber wir haben alles bekommen, was noch fehlte. Danach probierten wir, ob sich der Parkscheinautomat auch schon für morgen beschicken lässt – sonntags ist kostenfrei. Und sonst 6 Euro am Tag kann man ja mit leben. Bei schönem Sonnenschein haben wir uns dann noch den oberen Teil der Fußgängerzone angeschaut mit vielen Lokalen, die auch Außenbewirtung haben und gut besucht waren. Die amerikanische Botschaft hatte ein großes Zelt aufgebaut, hier konnte man bei Coke und Popcorn die Spiele schauen. Mit den Kirchen hatte ich kein Glück – immer waren gerade Gottesdienste, teilweise war hier auch noch Erstkommunion. Dann wurde es Zeit, unsere Arbeitsausrüstung zu holen. Wir wollten heute die Laptops mitnehmen, um im Presseraum die Internetgeschwindigkeit zu testen – in der Unterkunft ist das WLAN nicht wirklich schnell.

Kasice bei NachtKasice bei NachtDiesmal brauchte es nicht einmal die vielen Treppen in der Halle, um gut erhitzt zu sein... Die Verpflegung für die Presse ist – durchaus ausbaufähig. Zum einen gibt es nur zu bestimmten Zeiten etwas zu essen, zum anderen hört sich das Hauptgericht nicht wirklich interessant an, und die Suppe soll wohl nur am ersten und zweiten Tag genießbar gewesen sein. Ansonsten kann man sich Gummibaguette kaufen oder Kuchen. Im Kühlschrank liegen Wasserflaschen, Kaffee gibt es aus dem Automaten – meist jedoch fehlt Milch oder Zucker oder zumindest der Löffel, um diesen einzurühren. Wir kamen zur Schlussphase USA – Frankreich, starteten im Presseraum schon einmal die Rechner, deckten uns mit den entsprechenden Spielberichten ein, ehe ich mir einen Platz auf der Pressetribüne suchte und Detlef seinen Fotoplatz an der Bande. Deutschland konnte sich zu einem 2:1 Sieg über Dänemark zittern. Das anschließende Hochladen der Interviews ging tatsächlich sehr zügig.Anschließend besuchten wir wieder das Golem, doch leider erklärte uns der Kellner, wenige Minuten nachdem er das 2. Bier gebracht hatte, dass der Laden jetzt schließt. Okay haben wir das Ende des Spiels wieder von der Couch aus geschaut. Aber ich war rechtschaffen müde und bin kurz nach Spielende ins Bett gefallen.

 

Montag, 13.5.

Spissky HradSpissky HradLt. Wetter-App soll das Wetter heute noch recht schön sein, also haben wir den „spielfreien“ Tag genutzt, um ca. 80 km Richtung Polnische Grenze zu fahren und die Welterbestätte Spišsky Hrad zu besuchen, eine der größten Festungsanlagen Europas. Hier kann man so einiges in den Ruinen rumklettern, auch wenn ein Teil der Burg wegen Bauarbeiten abgesperrt war. Besonders eindrucksvoll die Folterkammer. Aber auch der Aufstieg auf den Burgfried lohnt sich – aber Vorsicht: Die Steine (Treppenstufen) sind glatt und die Wendeltreppe in der Turmwandung sehr schmal! Ich fand's jetzt mal nicht so schlimm, konnte ich mich doch bequem beidseitig festhalten und abstützen, und durchgepasst hab ich auch noch. Gute Sicht von oben, aber es windete stark. Und die Sonne wollte auf einmal auch nicht mehr, sonst wäre es sicher noch schöner gewesen. Nachdem wir uns am kleinen Imbiss im Burghof gestärkt hatten – kleine Portionen sowohl Essen (Hot Dog) als auch Trinken (Kaffee im Espresso-Becherchen) mit saftigen (Monopol!) Preisen, Personal und „Küche“ bei 10 Leuten ziemlich überlastet, die dann fast gleichzeitig mit uns dort aufschlugen – ging es an den kurzen Abstieg zum kostenfreien Parkplatz.

Blick aus dem Ort auf die BurganlageBlick aus dem Ort auf die BurganlageAnschließend fuhren wir weiter zum Spišska Kapitula, ebenfalls auf der Welterbeliste, aber leider geschlossen. Und bei der Info, auf die man verwiesen wurde, standen Führungszeiten zweistündlich drauf, also nix für uns. Auch vorher schon der kleine Abstecher in Zehra (lt. Reiseführer „steht mehrsprachig angeschlagen, wo sich der Küster mit dem Schlüssel befindet“ - aber nix war's).

Rathaus in LevocaRathaus in LevocaWeiter ging es nach Levoca, wo wir das Rathaus von außen anschauten. In die Kirche (die zweitgrößte der Slowakei nach dem Elisabeth-Dom in Košice) kamen wir – natürlich – nicht rein. Hier hätten wir sonst den „welthöchsten Holzaltar aus der Spätgotik“ bewundern können. Ziemlich durchgewindet fuhren wir schließlich wieder nach Košice zurück, nicht ohne am Ortseingang den Tesco-Supermarkt zu besuchen und uns mit Mitbringseln (schöne Flasche Slivka für die Katzensitter und eine Flasche Fernet Citron für uns) einzudecken. Einen Parkplatz in der "6 € pro Tag"-Zone fanden wir auch auf Anhieb.

Zum Abendessen hatten wir uns das Bayerova direkt gegenüber der Halle ausgesucht. Natürlich war es brechend voll, aber wir bekamen noch ein kleines Tischchen. Das Steak war lecker, aber die Lautstärke war dann doch nicht unsers. Also haben wir schnellstmöglich auch wieder den Laden verlassen und uns dann das Spiel der Gastgeber gegen Kanada angesehen. Ui, das war ein Erlebnis! Die Halle war fast ausverkauft, Slowakeitrikots soweit man blicken konnte. Und es wurde immer wieder sehr laut! Da wurde jeder Konter bejubelt, und wenn es daneben ging, kam ein kollektives Ooooh. Die Slowaken spielten stark auf, stocherten zweimal den Puck über die Linie, Kanada holte zum Drittelende auf. Im zweiten Abschnitt hatten die Slowaken erst Glück, dass zwar viele Spieler im Tor lagen, nicht aber der Puck. Und prompt konnten sie selbst wieder vorlegen. Zur Spielmitte hatten wir schon 8 Tore gesehen, 4 auf jeder Seite! Kanada ging dann aber mit 5:4 in die zweite Pause, doch die Slowaken kämpften sich zurück und glichen nochmals aus. Es deutete alles auf eine Verlängerung hin. Sollte aber nicht sein: noch 1,8 Sekunden standen auf der Uhr, als Kanada den Siegtreffer erzielte! Eine Punkteteilung wäre mindestens genauso gerecht gewesen!

 

Dienstag, 14.5.

Deutsche Fans feiern ein TorDeutsche Fans feiern ein TorDiesmal nicht so gut geschlafen, es regnete und stürmte heute Nacht weiter, rappelte am Dach und den Dachfenstern sowie am Baugerüst im benachbarten Innenhof. Und eigentlich hatten wir heute zum Fotografieren in unsere Fußgängerzone gehen wollen, aber da sich auch die Sonne nicht blicken lässt, machen wir mal einen Schreibtischtag. Detlef bearbeitet gerade die bisherigen Fotos. Es sind nicht wirklich viele: das Glas am Eis ist sehr schlecht in der Halle, das Licht auch nicht prickelnd, naja und gestern bei der Besichtigung fehlte halt der Sonnenschein. Dann werden wir mal zuhause bleiben, bis wir die Line Ups des Nachmittagsspiels sehen – wir warten noch darauf, dass Joey Lewis für die Briten zum Einsatz kommt. Okay – Joey Lewis steht wieder nicht in der Aufstellung, dann gehen wir jetzt etwas essen und erst zu unserem Abendspiel in die Halle. Es regnet, als wir die Wohnung verlassen, hoffentlich trocknen die Sachen im warmen Bayerova, das heute richtig leer ist. Anschließend gehen wir rüber in die Halle zu unserem Spiel gegen Frankreich.

NHL Goalie Philipp Grubauer startete, musste aber nach etwa der Hälfte passen, inzwischen stand es 1:1. Am Ende (mit Turtle im Tor) stand ein doch wieder deutliches 4:1 auf der Tafel, und Deutschland mit dem 3. Sieg vorübergehend auf Platz 1 der Gruppe Košice! Natürlich ist dies nur eine Momentaufnahme, die dicken Brocken kommen ja noch als Gegner.

 

Mittwoch, 15.5

der "musikalische Springbrunnen" in Kosiceder "musikalische Springbrunnen" in KosiceHeute ist es zwar immer noch sehr windig aber zumindest trocken, Die Sonne versteckt sich aber wieder so schnell, das ein Aufstieg auf den Domturm wieder nicht lohnt. Trotzdem ist heute ein Gang durch die Fußgängerzone angesagt, wo heute kaum etwas los ist, es stehen auch kaum Tische draußen. Ein paar Spieler kommen uns entgegen, und plötzlich quert Joey Lewis, den wir noch aus seiner Zeit in Duisburg kennen, unseren Weg. Wir unterhalten uns kurz und erfahren, dass er auch heute abend nicht für das Spiel vorgesehen ist. Das ist ja alles ganz schön frustrierend – warum wird er dann nominiert, wenn der Trainer nicht einmal mit ihm redet? Die Erfahrung Nationalteam ist zwar sicher ganz nett, auch im Mannschaftshotel (die Briten sind mit Frankreich, Dänemark und Deutschland im gleichen Hotel untergebracht) die anderen Spieler zu treffen – mit vielen aus dem Deutschen Team hat er ja zusammen in der DNL gespielt – aber eigentlich könnte ein Spieler seine Zeit nach einer langen Saison sicher anders gestalten...

Vor dem Abendspiel wollen wir diesmal ein anderes Lokal ausprobieren, die Wahl fällt auf die „älteste Brauerei Košices“, das Hostinec. Schade, dass das Hostinec nur eine kleine Speisekarte hat zur WM, da hatte im Internet ein wesentlich größeres Angebot gestanden. Aber wir sind vernünftig satt geworden. Oh je, jetzt sind wir müde – so den ganzen Tag nichts tun schläfert offenbar ein. Die Slowakei ist übrigens richtig hockey-verrückt: in den Restaurants und Kneipen hier in der Altstadt läuft überall Hockey, und wenn die Internet-Übertragung vom laufenden Spiel versagt, kann man einfach auf TV umschalten – entweder läuft das Spiel aus Bratislava oder eben das aus Košice!

Auf dem Weg ist es ziemlich voll, schließlich steht jetzt das Spiel GER-SVK an. Wir suchen unsere Plätze auf in der Halle, und dann geht das Spiel auch schon los. Natürlich geht man nicht davon aus, dass Deutschland weiterhin so erfolgreich spielt, aber sich so überfahren zu lassen, tststs! Nach 20 Spielminuten hatte das Deutsche Team ganze 3 Male auf das Tor geschossen! Auch Mathias Niederberger sei Dank, dass es noch mit 0:0 in die Pause ging. Collegeboy Marc Michaelis gelang zu Beginn des zweiten Drittels der 4. Schuss, und diesmal schlug es ein. Doch spät in diesem Teil kassierte Deutschland kurz nacheinander zwei Strafen. Verteidiger Korbi Holzer regte sich dabei über die fies spielenden Slowaken auf, die die Strafen provoziert hatten, und fuhr neben Seider und Mo Müller, die schon saßen, für 10 Min. ein. Ups, da gehen einem ja die Verteidiger aus!

Spielszene Deutschland-SlowakeiSpielszene Deutschland-SlowakeiDoch es war nicht für lange, denn die Slowaken konnten die Überzahl gewinnbringend und gleich doppelt nutzen. Wobei das 1:2 dann durchaus den Spielanteilen entsprach. Zum Glück kam dann die Pause, in der Team GER sich wieder sammeln konnte. Moritz Seider schied dann auch noch verletzt aus, doch endlich konnte sich Deutschland für die Mühen belohnen, nachdem sie mit zwei Pfostentreffer der Slowaken noch Glück gehabt hatten. Mit sechs Mann und ohne Torhüter zwiebelte Seiders Mannheimer Kollege Markus Eisenschmid den Puck ins Tor – Ausgleich nach 58 Minuten. Für die Slowakischen Fans, die auf einmal ganz still wurden, kam es aber noch härter: 27 Sekunden vor der drohenden Verlängerung traf auch noch Leon Draisaitl und machte den 4. Sieg für Deutschland perfekt. In der Mixed Zone ist es brechend voll, als ich mir endlich den Weg dorthin gebahnt hatte, Detlef ist bereits wieder Richtung Presseraum unterwegs, was sich alles gegen die Zuschauerströme etwas schwierig gestaltet. Wir fanden uns dann am Medieneingang wieder und ließen uns vom Zuschauerstrom in die Innenstadt schieben. Noch immer geflashed eine kurze Nacharbeit, dann fallen wir ins Bett.

 

Donnerstag, 16.5.

Der Pelikan machte ganz schön Wirbel für unsDer Pelikan machte ganz schön Wirbel für unsDer erste von zwei freien Tagen für uns, bzw. man könnte ja zu dem einen oder anderen Spiel ohne Deutsche Beteiligung gehen, aber da weder die Presseplätze noch die Fotoplätze wirklich toll sind und auch das Wetter halbwegs ist, machen wir uns auf den Weg zum Zoo, der sehr groß sein soll. Der Weg ist etwas seltsam durch irgendwelche enge Vororte, mit dem Bus hätten wir auch fahren können... Nun, der Zoo ist wohl groß – zumindest sind wir viel gelaufen – aber manches Gehege ist schon arg beengt und sicherlich wenig artgerecht. So läuft eine einzelne Löwin immer eine Schleife in ihrem Gehege, und eine andere kleinere Wildkatze war einfach nur genervt und hat uns angeknurrt von ihrem Liegeplatz an der Wand.

Dieser kleine Schauspieler (Kapuzineräffchen) freute sich über ein Stück von meinem ApfelDieser kleine Schauspieler (Kapuzineräffchen) freute sich über ein Stück von meinem ApfelDie meisten der vor allem kleineren Affen und Affenartigen aber schienen sich wohlzufühlen und hatten auch genügend Klettermöglichkeiten und Spielzeug (und wenn es nur ein Karton war, aber das kennen wir ja auch von unserer Hauskatze). Eine Gruppe Kapuzineräffchen machte besonders Spaß, zumal da offenbar auch ein Schauspieler bei war; der bekam dann auch (sicher nicht wirklich erlaubt) ein kleines Stück von unserem Apfel ab, den er auf der höchsten Baumspitze verspeist hat. Seinem Kollegen mit der Elvis-Tolle hat er nichts abgegeben... Auf dem Rückweg hielten wir noch an der alten Burg, von der nur ein kleines Stück Mauer übrig geblieben ist. Auf dem Gelände wurde allerdings ein Aussichtsturm gebaut – nicht schön aber mit gutem Blick auf die Stadt. Anschließend ging es zurück in die Stadt, wo wir uns am frühen Abend ein Lokal gesucht haben – das Ziel war eigentlich der „Beer-House“, wir sind aber nebenan gelandet, und der Laden hieß dann doch anders, obwohl auch Beer-House dranstand. Egal, war auch lecker. Das Abendspiel haben uns auf der Couch angesehen.

 

Freitag, 17.5.

Blick vom Turm des Elisabeth-Doms über die AltstadtBlick vom Turm des Elisabeth-Doms über die AltstadtHeute überlegen wir schon, was bereits ins Auto könnte, denn morgen ist unser erster Umzugstag, und vor dem Haus kann man ja nicht parken ;-) Die letzten Brote werden vertilgt und auch die angebrochene Wurst. Dann kann unser Unterwegskühlschrank ja eigentlich auch schon bestückt werden. Schade, dass es noch immer ziemlich bedeckt ist, aber dann muss das heute für den Turm reichen. Auch hier ist es eine sehr schmale Wendeltreppe mit stark ausgetretenen Stufen, und hier ist nicht einmal ein Seil an der Wand zum festhalten. In der zweiten Ausweichstelle / Plattform gebe ich auf, und Detlef begibt sich alleine auf die Aussichtsplattform mehrere Windungen der Treppe weiter oben. Da wir heute das Nachmittagsspiel SVK-FRA gucken wollten, haben wir uns ein üppig belegtes Baguette geholt – um Welten besser als so ein Sub vom Subway...

Im Spiel zeigte die Slowakei heute, dass man nicht mehr tut, als man muss. Trotzdem konnten die Gastgeber ein am Ende zu deutliches 6:3 nach Hause bringen. Die Franzosen waren zwar zur Spielmitte auf 2:3 herangekommen, doch am Ende wurde es diesmal nicht mehr gefährlich für die Slowaken. Auch dieses Spiel war mit 7440 Zuschauern ausverkauft (man darf ja nicht vergessen, dass ein kleinerer Teil in den Ecken durch die beiden Autos blockiert ist, außerdem ist ja die rechte Tribünen-Ecke für die Presse reserviert und zählt damit nicht zur Gesamtkapazität). Nach diesem Spiel bekamen wir auch bald schon die Aufstellung für das Abendspiel, das eigentlich nicht mehr auf unserem Programm gestanden hatte. Aber: Joey Lewis stand für GBR in der Startaufstellung. Also packten wir die Gelegenheit und schauten uns auch noch Finnland – Großbritannien an. Hier allerdings zeigte sich ein großer Klassenunterschied, und wir fragten uns, warum Deutschland sich gegen Großbritannien so schwer getan hatte. Die Finnen jedenfalls ließen die Briten kaum aus der Verteidigungszone und kamen auch in eigener Unterzahl zu der einen oder anderen Chance. Dem bedauernswerten Ben Bowns, der wieder den Britischen Kasten hütete, flogen 49 Pucks um die Ohren, von denen er 44 entschärfen konnte und damit eine höhere Niederlage verhinderte. Nach dem 0:5 hatten wir die Mixed Zone fast für uns, und auch Joey Lewis kam dann freudestrahlend auf uns zu – die Jungs freuen sich halt auch, wenn sie bekannte Gesichter sehen ;-) So wurde es dann doch später als geplant, und da wir nicht wirklich mit einem Interview gerechnet hatten, musste das Video dann zuhause hochgeladen werden, was aber aufgrund des bescheidenen WLAN irgendwann abbrach.

 

Samstag, 18.5.

Das Motel in MoldavaDas Motel in MoldavaHeute müssen wir die Wohnung räumen – und tatsächlich sieht diese ruck-zuck wieder wie neu und unbewohnt aus. Detlef bringt schon einmal den Koffer zum ca. 300 m entfernten Auto, während ich den Abwasch mache. Dann schnappen wir uns den Rest (Fotorucksack und Laptoptasche) und sagen „vinke-vinke“. Die Parkuhr läßt uns noch Zeit für ein Frühstück in der Baguetteria, ehe wir uns auf den Weg nach Moldava machen, wo wir für die nächsten 4 Tage bzw. Nächte unterkommen. Natürlich sind wir jetzt zu früh zum Einchecken, aber wir haben ja eine Bahnlinie entdeckt, die vom ca. 30 km entfernten Moldava nach Košice fährt.

So fahren wir also zum Bahnhof, stellen aber fest, dass der Zug am Wochenende nur ganz selten fährt und dass außerdem der Weg vom Bahnhof zur Unterkunft zu weit ist, um bei diesem Wetter (es ist wohl heute der „schönste“ Tag mit 25°) mit dem Arbeitsrucksack auf dem Rücken zu laufen. Müsste also doch zumindest bis dorthin das Auto zum Einsatz kommen. Andererseits – am Wochenende ist das Parken in der Stadt kostenlos! Mittags checken wir ein, das Zimmer liegt sonnenabgewandt (im Gegensatz zum Parkplatz) und ist wohl ganz okay. Im Restaurant unten wird gerade eine Gesellschaft verköstigt, und heute Abend ist bis 23:30 Uhr offen, das hört sich doch gut an. Nach dem ersten Drittel des Mittagsspiels (im TV) fahren wir wieder zurück nach Košice, kommen, da das Spiel noch läuft, auch an der Arena vorbei und suchen uns in einer Nebenstraße einen Parkplatz. Im Presseraum wird dann zügig des Lewis-Interview hochgeladen.

Im Nachmittagsspiel verlor Deutschland etwas zu hoch mit 1:8 gegen Kanada, wobei ein Dreifachschlag zu Beginn des Schlussabschnittes dem Deutschen Team den Garaus bereitet hatte. Nach dem Spiel versuchten wir, ein Interview mit Tobi Abstreiter zu bekommen – seines Zeichens Ex-Co bei der DEG, jetzt Co bei der WM und zukünftig hauptverantwortlich bei der U20. Wir wurden vertröstet und fuhren nach der Nacharbeit nach Hause. Abendessen im Motel (mit dem Bier für 1,10€!), wobei diesmal das Steak nicht so wirklich ein Steak war, aber trotzdem ganz gut.

 

Sonntag, 19.5.

kleiner Ort - kleiner (neuer) Bahnhof - noch kleinerer Zug (alt)kleiner Ort - kleiner (neuer) Bahnhof - noch kleinerer Zug (alt)Heute Morgen laufen wir mal in unser Dorf, Moldava nad Bodvou, um am Bahnhof nach den Zügen zu schauen, und stellen fest, dass unter der Woche auch Busse fahren und zwar in besserer Taktung als die Bimmelbahn. Das wird dann am Dienstag zum Mittagsspiel ausprobiert! Zum Nachmittagsspiel – Deutschland gegen USA – fahren wir wieder mit dem Auto und parken in einer Parallelstraße (sonntags ist das Parken an der Parkuhr ja kostenfrei). Deutschland – diesmal wieder mit Mathias im Tor, gestern hatte Turtle im Tor gestanden und teils nicht so glücklich ausgesehen – schaffte trotz verbesserter Leistung nur ein 1:3 gegen die USA, und damit war die Chance auf ein Viertelfinale hier in Košice ausgeträumt. Es ist wieder kurz nach 8, als wir zurück im Motel sind. Ein Abendessen, den Schluss vom Abendspiel im Fernsehen und ab ins Bett.

 

Montag, 20.5.

Eigentlich wollten wir heute nochmals ein wenig die Umgebung erkunden. Da uns aber unser Pressesprecher ein Interview mit Tobi für nach dem Training in Aussicht gestellt hatte und die Trainingszeit mit 14-15:15 Uhr angegeben hatte – und dieses auch nochmals bestätigt, da lt. Offiziellem Trainingsplan GER von 9-10:30 Uhr dran wären – stellten wir den Tourplan ein wenig um. Außerdem hatten wir gesehen, dass das Museum im Betliar House montags geschlossen ist.

So fuhren wir ein wenig um den Nationalpark Karst herum. Hinter dem nächsten Ort fuhren wir durch schreckliche Slums, hier hausen offenbar Sinti und Roma, und im übernächsten Ort kamen uns viele Leute, auch Kinder mit Carepaketen entgegen – wir fuhren dann auch an der Ausgabestelle des hiesigen Roten Kreuz vorbei. Nun, die ausgewählte Strecke ging bis über 800 m in teilweise Serpentinen hoch, aber leider war das noch nicht die Baumgrenze – es gab kaum Ausblicke in Täler. Irgendwann entschieden wir uns für eine „Secundary Road“, die dann in einen einfachen Weg mündete – mit tiefen Schlaglöchern und später grobem Schotter; es war also eigentlich eher ein Wanderweg. Das Handy-Navy über google Maps fand dann auch keinen Weg mehr, und es war schon etwas komisch.

Aber es tauchten immer mal wieder Häuser auf, also richtige, bewohnte Häuser, die Leute müssen ja auch irgendwie dorthin kommen. Und tatsächlich tauchte auch irgendwann mal wieder eine richtige Straße auf – puh!

Betliar HouseBetliar House

 

Da wir jetzt ziemlich lange nur 20 km/h gefahren waren, war es ganz gut, dass wir das Herrenhaus in Betliar nur von außen knipsen konnten. Dann ging es weiter nach Rožnava. Den angeblich tollen Hauptplatz sahen wir zwar, da wir uns über die dortige Parkplatzsituation nicht sicher waren, fuhren wir doch lieber weiter nach Košice und testen diesmal die vom Orgateam als Fanparkplätze ausgewiesenen Parkplätze an der Einfallstrasse beim Hornbach.

Lt. Beschilderung landet man hinter der Warenannahme auf dem wohl Mitarbeiterparkplatz. Okay, es gibt auch sowas wie einen Weg, und wir sehen die Straßenbahnhaltestelle, die auch einen Fahrscheinautomaten hat. Gegen 14:30 waren wir an der Trainingshalle (auch hier ist der Zugang für die Presseleute nicht wirklich gut ausgeschildert). Wer nicht da war, war das Deutsche Team! Statt dessen trainierte Team USA – genau wie es auf dem offiziellen Shedule ausgewiesen war.... Eine eMail-Rückfrage beim Pressesprecher ergab, dass heute durch „unplanmäßige Änderung“ nur die Goalies trainiert hätten und Tobi sowieso nicht dabei gewesen sei. Sorry, sorry. Irgendwie lief doch heute alles schief! Aber jetzt waren wir schon einmal an der Halle, da konnten wir auch noch zum Abstiegsduell zwischen den bisher punktlosen Briten und den Franzosen (1 Punkt) bleiben. Natürlich saß Joey wieder auf der Tribüne. Zunächst sah es nach einer recht einfachen und einseitigen Geschichte aus, Frankreich legte drei Treffer vor.

Die Freude der Briten über den Klassenerhalt war riesigDie Freude der Briten über den Klassenerhalt war riesigDoch dann ging es los, erst ein Tor, dann gar ein zweiter Treffer noch im Mitteldrittel, und GBR war wieder dran. Und das Wunder geschah – im Schlussabschnitt glichen die Briten gar aus, und die Franzosen wurden immer nervöser. Es blieb beim 3:3, und in der Verlängerung hatte der sehr gute britische Goalie Ben Bowns zwei Male richtig Glück, dass der Weg ins Tor durch im Torraum liegende Spieler blockiert war. Und dann kam der Moment des Ben Davies... Der Britische Traum vom Verbleib in der Top-Division hat sich erfüllt, statt dessen müssen die Franzosen – wie übrigens auch in der anderen Gruppe die Österreicher – den Gang in die Div. IA antreten.

Da wir nachmittags eine Suppe (Fleischbrühe ohne Fleisch mit paar Nudeln) im Presseraum eingenommen hatten, war dann abends nur noch ein Salat mit Brötchen vom Lidl angesagt.

 

 

Dienstag, 21.5.

Heute mal ein wenig früher aufstehen, denn wir wollen um 10:10 Uhr den Bus nehmen. Der Schalter hat auch geöffnet, leider spricht man hier weder Englisch noch Deutsch... Mit Hand und Fuss verstehe ich aber, dass es die Tickets beim Busfahrer gibt und dass der Bus tatsächlich bis zum Bahnhof in Košice fährt. Für 3,40 Euro dürfen wir uns durch die Dörfer schaukeln lassen und sind nach ca. 50 Min. am Ziel. Wir schauen nochmals nach der Abfahrtszeit des Zuges für die Rückfahrt, ehe es mit der Tram zur Halle geht. Ich muss noch ein paar Einzelspieler-Fotos fertig machen, und dann wollte ich mal das Intro filmen. Natürlich kommt eine Dame und beansprucht den Platz in der Mitte der Tribüne, den ich mir zum Filmen ausgesucht hatte... Also doch wieder ganz in die Ecke auf die Pressetribüne, und ich bin gerade oben, als das Intro beginnt.

Die Deutsche Mannschaft bejubelt den Siegtreffer gegen FinnlandDie Deutsche Mannschaft bejubelt den Siegtreffer gegen FinnlandDeutschland spielt heute Mittag gegen Finnland, es ist das letzte Spiel der Vorrunde. Im Tor steht wieder NHL-Goalie Philipp Grubauer, doch er musste zunächst hinter sich greifen. Doch zwei Male konnte Deutschland wieder ausgleichen, und mit 2:2 startete der dritte Durchgang. Im Powerplay war es dann NHL-Superstar Leon „Ichwillmichabernichtsovielbewegen“ Draisaitl, der die erstmalige Führung markieren konnte unter gütiger Mithilfe des Finnischen Goalies. 15 Minuten konnte das Team die knappe Führung verteidigen, und Draisaitl trug den Puck nochmals ins leere Tor, als Finnland den Torhüter gezogen hatte. Mit diesem 4:2 steht Deutschland aktuell auf dem 3. Platz. Allerdings sind noch ein paar Wenns offen, ob es dann zur Viertelfinalbegegnung gegen Russland kommt, was man vielleicht lieber vermeiden möchte. Aber das steht erst nach den beiden Abendspielen zwischen Kanada und USA sowie Schweden – Russland fest.

Dann wollen wir mal den Koffer und das restliche Gepäck zusammenpacken, damit wir morgen zeitig loskommen und wir unterwegs auf dem Weg nach Bratislava noch etwas angucken können.

 

Fortsetzung folgt in Teil 2.....