Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

U20 WM Bremerhaven 11.-17.12.21016

 

Es war wieder einmal soweit, eine Eishockey Weltmeisterschaft stand vor der Tür, und zwar die U20 Div.I Gruppe A, also die „Liga“ unterhalb der Top Division. Hieran nahm auch Deutschland teil und hatte den Zuschlag für die Ausrichtung des Turniers bekommen. Dieses fand in Bremerhaven statt.

Wir hatten uns – wie üblich - bereits frühzeitig um eine Unterkunft bemüht und schon einmal etwas reserviert. Kurzfristig fand ich sogar noch etwas, das uns besser erschien – besser gelegen, nämlich sehr ruhig in einer Wohnstraße, aber trotzdem noch in fußläufiger Reichweite zur Eisarena.

Am Sonntag, 11.12. fuhren wir zeitig los - okay, also nach dem Aufstehen – und waren sowas von pünktlich an der Eisarena, dass wir auf unseren Plätzen saßen, als der erste Puck zum Mittagsspiel fiel. Nach diesem Spiel (das waren erstaunlich starke Franzosen gegen Top-Divisions-Absteiger Weißrussland) fuhren wir schnell zur Unterkunft, richteten uns in der Ferienwohnung ein, und schon ging es zurück zur Eisarena, denn nachmittags sollte das erste Spiel des Gastgebers starten, und davon wollten wir ja nichts verpassen!

Nationalhymne nach dem ersten Sieg
Nationalhymne nach dem ersten Sieg Deutschland fuhr den erhofften Sieg gegen Kasachstan ein, abends gab es dann noch Norwegen gegen Österreich, das Österreich gewann. Nach den ersten Interviews fuhren wir zurück zur Unterkunft – sollten wir unser Auto im Hof parken? Ach, vor dem Haus war Platz genug. Im Wohnzimmer stellten wir fest, dass wir nur mit einem Rechner ins Internet kamen (und das war meiner, ich war schneller...), doch das Internet war langsam und machte nicht alle Programme auf, die ich eigentlich zum Hochladen unserer Arbeit benötigte (ftp). Naja, dann wurden eben nur noch ein paar Fotos bearbeitet, ehe es in die verdiente Horizontale ging.

 

Montag, 12.12.

Die Nacht war ganz okay, wenn man vom ungewohnten Bett absieht. Wir hatten noch Toastbrot, brauchten also heute nicht zum Bäcker. Im Wohnzimmer nahmen wir unser Frühstück ein, freuten uns an der hübsch eingerichteten Wohnung (großes Schlafzimmer, Wohnzimmer mit Esstisch, der von uns zur Hälfte zum Arbeiten zweckentfremdet wurde, Küche, großes Bad mit Fenster; ein „Kinderzimmer“ gab es auch noch) und machten uns mittags wieder auf den Weg zur Halle – zu Fuß und mit Ausrüstung (2 Laptops und Kamera) etwa 10-15 Min. Heute besiegte Aufsteiger Frankreich die Kasachen 3:1 und die favorisierten Weißrussen Norwegen 4:2. Abends traf Gastgeber Deutschland auf Österreich – und bekam kein Bein auf das Eis! Das Spiel endete mit einem enttäuschenden 0:3 für den Aufstiegsaspiranten! Umso redefreudiger zeigte sich Österreichs Kapitän Lukas Haudum. Nach den Interviews saßen wir wieder in der Halle auf unserm Platz der Pressetribüne und schickten die Videos schonmal ab – hier ist das WLAN zwar langsam aber immerhin können wir hier etwas hochladen! Nach ca. 1 Std. Nacharbeit – Andreas aus Österreich hatte gebeten, dass ich das Spiel für ihn auch aus österreichischer Sicht schreibe, was ich natürlich gerne gemacht habe, auch wenn's gerade in diesem Spiel schon ein wenig komisch und schwierig war - traten wir wieder den Heimweg an. Zuhause schauten wir noch in den Informationen, was wir uns morgen am freien Tag angucken könnten – die im Turnierheft angepriesene „Winterfahrt nach Helgoland“ verschoben wir aber erstmal gedanklich, denn der Wetterbericht versprach weiterhin bedecktes, regnerisches Wetter.

 

Dienstag, 13.12.

Es wurde überhaupt nicht richtig hell morgens! Ein kurzer Weg zum Bäcker (ungefähr wie bei uns zuhause), gemütliches Frühstück, eine Dusche, die auch mehr Platz bietet als unsere eigene, dann machten wir uns zu Fuß auf, die Innenstadt zu erkunden und den Weihnachtsmarkt zu finden. An der Weser war es dazu auch noch fast nebelig, dass man die Fähre nur erahnen konnte (das Fotoprogramm machte die dann auf den Fotos etwas sichtbarer), also irgendwelche Aussichtstürme lohnen heute wirklich nicht! Möwen, ja Möwen aus der Nähe gehen, die kann man fotografieren.

Möwen vor dem "Sail-Hotel"
Möwen vor dem "Sail-Hotel" Auch das Auswanderer-Denkmal, der Leuchtturm in Backstein geht auch noch. Die Preise für die Museen hingegen so gar nicht, obwohl ja das Nieselwetter schon dafür sprach, aber da hat sich der Geiz durchgesetzt. Wir gingen um den alten Hafen herum mit der „Seute Deern“ (Dreimast-Segelschiff), am U-Boot vorbei – jetzt wäre ein guter Zeitpunkt gewesen, dieses von innen zu besichtigen, leider hat das U-Boot gerade „Winterpause“. Gegenüber ist das Columbus-Center, ein großes Einkaufcenter.

Hier könnten wir versuchen, die Platzdeckchen zu finden, die in unserer Unterkunft auf Tisch und Nachttisch liegen – maritimes Motiv = nettes Mitbringsel! Aber – im ganzen Columbus nicht zu finden, auch im Karstadt nicht! Durch eine Röhre ging es in ein weiteres Gebäude, das Mediterraneo, das sich als weiteres Einkaufszentrum entpuppte, allerdings ein richtig nett gestaltetes mit Shops, die sich mit netter Häuserfassade um einen Platz gruppierten und viel Kunsthandwerk und ähnliches anboten. Hier fand ich dann auch endlich die gesuchten Platzdeckchen! Als wir wieder auf die Straße traten, hatte es angefangen zu nieseln – na toll! Wieder durch den Columbus, und auf der anderen Seite betraten wir die Fußgängerzone, wo auch der Weihnachtsmarkt aufgebaut war. Müde vom vielen Pflastertreten machten wir uns schließlich bei hereinbrechender Dunkelheit auf den Heimweg. Da aber der anvisierte Grieche noch nicht geöffnet hatte, ging es erst einmal zur Wohnung, die Einkäufe ablegen, und anschließend wieder ein Stück die Hauptstraße zurück bis zum „Olympischen Feuer“. Hier bekamen wir einen Tisch „für 1 Stunde“, denn der Laden ist wohl sehr beliebt und entsprechend voll / gut besucht. Das Essen war sehr lecker, kein Wunder also, dass auch ständig das Telefon klingelte und offenbar weitere Tischbestellungen hereinkamen. Das würde wohl für Freitag, den anderen spielfreien Tag, ganz schön schwierig werden, zumal aktuell ja auch viele Betriebe / Gruppen ihre Weihnachtsfeiern veranstalten!

 

Mittwoch, 14.12.

Nach einem gemütlichen Frühstück begaben wir uns mittags wieder zur Halle, auf dem Vorplatz kamen uns Spieler des deutschen Teams entgegen, die noch das letzte Training absolviert hatten und rüber zum Teamhotel gingen (das hatte ich auch in der Auswahl gehabt, mich aber aufgrund der Lage an der Einfallstrasse dagegen entschieden). Nach der üblichen Taschenkontrolle – es gibt keinen separaten Presse-Eingang – wieder rein und unsere Plätze auf der Pressetribüne eingenommen, Laptops unter dem Tisch eingestöpselt und schon waren die Teams von Österreich und Kasachstan zum Aufwärmen auf dem Eis. Im Schlussabschnitt zogen die Kasachen auf 6:3 davon, nachdem es vorher ein ausgeglichenes Spiel gewesen war. Anschließend besiegte Norwegen den Aufsteiger Frankreich knapp mit 3:2. Im Abendspiel musste sich Deutschland mit Belarus auseinandersetzen. Auch hier war das Spiel – zumindest vom Ergebnis her – ausgeglichen, und es gab die erste Verlängerung des Turniers. Die Entscheidung fiel erst im Penaltyschießen, und hier hatte Deutschland die Nase vorn, Endergebnis 4:3. Anschließend wieder Interviews und Nacharbeit, dass wir erneut erst gegen 23:30 zuhause waren.

 

Donnerstag, 15.12.

Das Wetter zeigte sich noch immer von seiner useligen, grauen Seite, sodass es nicht weiter schlimm war, heute erneut den Tag in der Eisarena zu verbringen. Mittags konnte Vorjahresgastgeber Österreich die Franzosen nicht bezwingen, die zunächst mit 3 Toren in Führung gegangen waren. Dann allerdings genügten 6 gute Minuten zu Beginn des Schlussabschnittes, um Österreich wieder heranzubringen, doch am Ende waren es die Franzosen, die im Powerplay den Siegtreffer erzielten, den Österreich nicht mehr ausgleichen konnte. Im Bruderduell sah Kasachstan gegen Belarus „keine Schnitte“ beim 1:3, ehe abends Deutschland von Norwegen gefordert wurde. Hier konnte unser Mirko Pantkowski seinen Kasten sauber halten bei einem Spiel, das lange 0:0 stand. Er hielt zur Spielmitte auch einen Strafschuss, und das Tor von Lokalmatador Christoph Körner (spielt im „normalen“ Leben bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven) nach gut 51 Spielminuten sollte schon der Gamewinner sein, ehe es noch den Treffer ins leere Tor gab.

 

Freitag, 16.12.

Heute verkündete der Wetterbericht ein „freundliches Grau“ am Himmel – gut dass wir auch nicht für heute die Helgolandfahrt gebucht haben! Wir schliefen lange aus, es wurde ja auch gar nicht hell draußen, und am freien Tag wartete ja auch nichts auf uns. Es war schon Mittag, als wir uns ins Auto setzten, weil wir auch noch ein paar Einkäufe erledigen wollten. Bei Aldi (Nord) gab es Labskaus in Dosen (okay, nur für mich, das ist nichts für Detlef), einen Edeka suchten wir auch noch, um die Stadion-Currywurst mitzunehmen. Fanden wir dann auch – einen sehr großen Laden, der von der Fläche und dem Angebot an einen hiesigen real,- erinnerte. Auch die Currywurst fanden wir – im Becher aus der Kühlung und zum Arenapreis! Dann sind wir mal gespannt, ob die zuhause auch so schmeckt wie in der Halle! Wir fuhren anschließend zum „Schaufenster Fischereihafen“ und bummelten dort durch die kleinen Lädchen. Ein wenig Trockenfisch kam auch noch in die Einkaufstasche, ehe es dunkel wurde und wir uns auf den Weg zum ausgeguckten Restaurant zum Abendessen machten. Allerdings gestaltete sich das etwas schwieriger – es war Freitag Abend und eine Woche vor Weihnachten... Zunächst sprachen wir um 18:05 Uhr bei einem Balkanrestaurant vor, das um 18 Uhr öffnete – alles belegt, der letzte freie Tisch wohl gerade vergeben.

Also fuhren wir mal Richtung Heimat, ich hatte im Internet in der Nähe unserer Ferienwohnung einen Portugiesen gesehen, allerdings mit nicht die genaue Adresse gemerkt. Wir fanden ihn auch, aber der sah dann doch nicht nach einem Speiselokal aus. Aber auf der Hafenstraße kamen wir an 2 oder 3 größeren Pizzerien vorbei, Parkplatz gesucht – und dort auch keinen Tisch bekommen. Der letzte Versuch war das kleine unscheinbare „Adria“, das Balkanküche versprach. Und siehe da – der Laden war so unscheinbar (und schon etwas ältlich), dass hier auch kaum etwas los war. Das Essen war schnell auf dem Tisch und schmackhaft, na also, geht doch! Anschließend gab es noch ein paar Fotos zu bearbeiten, denn wir hatten nach Einbruch der Dunkelheit noch versucht, ein paar Lichter einzufangen.

 

 

 

 

Samstag, 17.12.

Morgens packten wir schon einmal unsere Sachen zusammen, die wir über die Wohnung verteilt hatten (ein Nachteil, wenn man viel Platz hat), ehe wir zum letzten Spieltag aufbrachen. Das erste Spiel zwischen Kasachstan und Norwegen war ein Abstiegs-Endspiel, und leider traf es Norwegen, die dieses Spiel verloren und den Gang eine Klasse tiefer antreten müssen.

Norwegens Goalie ersuchte vergeblich Hilfe "von oben"
Norwegens Goalie ersuchte vergeblich Hilfe "von oben" Mittags stand Belarus gegen Österreich an. Deutschland hätte die Schützenhilfe der Nachbarn benötigt, um bei eigenem Sieg noch

 

aufsteigen zu können. Und Österreich hätte sich bei einem Sieg doch versöhnt vom Turnier verabschiedet – nach dem guten 2. Platz im Vorjahr zuhause sind auch dort die Erwartungen gestiegen. Aber es sollte nicht sein, Österreich verabschiedete sich nach einem 0:4 mit dem 5. Platz aus dem Turnier, und Weißrussland ist direkt wieder in die Top-Division aufgestiegen. Damit wurde dann das Abendspiel ein Spiel um die „goldene Ananas“. Jetzt ging es nur noch um die Ehre, als Deutschland sich mit Frankreich auf dem Eis traf. Beide Teams zogen sich angemessen aus der Affaire, wenn sich auch Frankreich nach dem 4:6 etwas enttäuscht zeigte, natürlich hätte man sich über Silber mehr gefreut als über Bronze! So ertönte zum vierten Male die deutsche Nationalhymne. Nach ein paar Interviews, Nacharbeit und Verabschiedungen machten wir uns ein letztes Mal auf den Weg zur Unterkunft und fielen müde ins Bett.

 

Sonntag, 18.12.

Alles klappte im geplanten zeitlichen Rahmen, sodass wir gegen 9:30 Uhr im Auto und unterwegs Richtung Heimat waren. Auf der A1 tauchte irgendwann Blaulicht auf, ein Streifenwagen mit dem Leuchtband „Unfall“ auf dem Dach stand direkt an einer Ausfahrt. So konnten wir die Autobahn noch rechtzeitig verlassen, im Verkehrshinweis, der wenig später kam, wurde dann von einer Vollsperrung gesprochen – Glück gehabt! Wir beschlossen, noch einen kleinen Abstecher zu Detlefs Eltern zu machen, die sich über die unerwartete Überraschung freuten. Wir blieben nicht lange und kamen rechtzeitig vor Spielbeginn zum Derby Haie gegen DEG in Köln an.

 

Das waren dann mit den beiden Spielen zuhause vor dem Turnier sowie dem Spiel in Köln 18 Spiele in 10 Tagen, 14 Interviews sowie 5 Tageszusammenfassungen (deutsch) und 4 Spielberichte (Österreich) und wie immer ziemlich viele Fotos! Die könnt Ihr natürlich wieder in den Fotoalben anschauen...

 

Hier geht es zum Fotoalbum Stadt ====> https://c.web.de/@358160561675960535/m-zKhZu_SAmwlOXr0sxz8Q

und hier zu den Fotoalben Spiele ====> https://c.web.de/@358160561675960535/BDvoLXH1SdCLFmZc9oSkqA

https://c.web.de/@358160561675960535/s-NDfFslTWWjEQ8TrZQKNA

https://c.web.de/@358160561675960535/RRTLz33dRZmbFxKoTC31MA

https://c.web.de/@358160561675960535/2ArRzkacQ2CRNBXtoAf-9Q

https://c.web.de/@358160561675960535/-6zKQAAMSCuLSv8hrAjuEA