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A little bit of Baltikum – oder wie man aus 5 Urlaubstagen 3 Wochen Urlaub herausholt...

 

Für uns stellte sich die Frage, wie wir unseren diesjährigen (Haupt-)Urlaub verplanen: gute zwei Wochen Dänemark fiel schon mal aus, das kann ja keiner finanzieren – und ist ohne Akkreditierung auch langweilig. Unsere Freunde aus Belgien spielen ihre Weltmeisterschaft dieses Jahr in Tilburg, also fast vor unserer Haustüre, das lohnt irgendwie nicht für Urlaub. Also nahmen wir wieder die Gelegenheit wahr, unsere U18 bei der WM zu verfolgen, die spielen in Riga. Leider ist das kein neuer Ground für uns, denn das Turnier (U18 IA) wird tatsächlich in der Arena ausgetragen, wo wir vor drei Jahren bereits ein KHL-Spiel gesehen hatten. Fast zeitgleich findet im benachbarten Estland die U18 IIA statt, und so hatten wir uns entschlossen, eine Kombination zu fahren, zumal diese WMs im direkten Anschluss an Ostern liegen.

 

Endlich im Flieger...Endlich im Flieger...Also ging es am Karfreitag, 30.3., los nach Tallinn. Donnerstag noch gearbeitet und am Freitag um 7 Uhr zum Bus aufgebrochen... Über Warschau ging der Flug mit LOT. Dort sind wir schon einmal umgestiegen, und wir planten dort um die Mittagszeit ganz passend zur Umsteigezeit von 2:30h einen Imbiss ein. Der Anschlussflug wurde noch um ca. 30 Min. nach vorne verlegt, wie uns ein paar Wochen vor Abflug die Info erreichte – auch kein Problem. Morgens in aller Frühe also wandern wir zum Bus, der auch am Feiertag tatsächlich fährt. Und in Neuss erreichen wir genau die S11, die bis ins Terminal fährt. Koffer abgegeben, einen Kaffee getrunken und ab zur Sicherheitsschleuse. Aber – nix los! Ist zwar nichts dagegen einzuwenden, aber war doch klar, dass das so passiert, wenn man sehr früh am Flughafen ist... Der Abflug verzögerte sich dann allerdings auch noch um mehr als eine Stunde, sodass das mit dem Imbiss in WAW bereits hinfällig war, ehe wir überhaupt Düsseldorf verlassen hatten – na, das kann ja ein toller Urlaub werden!!!! In Warschau laufen wir zügig zum Abflugsteig, der zum Glück innerhalb der Transitzone ist (also keine neue Sicherheitsschleuse) und am gleichen Flugsteig. Und kaum sind wir dort, steht an der Anzeigetafel dieses ungeliebte Wort „delayed“..... Natürlich wird den Passagieren nicht mitgeteilt, um wie viel sich der Abflug und damit das Boarding verspätet – dann hätte man ja doch beruhigt in einem Restaurant Platz und den Imbiss zu sich nehmen können (vielleicht sogar auf Kosten der Airline) – das ist doch Taktik, oder?!? Jedenfalls kam unser Anschlussflug doch irgendwann und brachte uns zu unserem Ziel Tallinn, der Koffer kam auch an, und die nächste Straßenbahn kam auch bald. Da ich schon einmal in Tallinn gewesen war (2010), hatte ich eine ungefähre Ahnung, wie wir zum Hotel kommen, und mit Hilfe von google maps managten wir auch den restlichen Fußweg zu unserem Hotel mitten in der Altstadt. Wie bereits per SMS an die daheimgebliebene Familie angekündigt, waren wir um 20 Uhr endlich im Hotel! Jetzt waren wir auch ziemlich hungrig (und durstig) und machten uns anschließend direkt auf den Weg... Nach vielen Angeboten und Lokalitäten entschieden wir uns für das Bierhaus („Öliklubi“), das war nett, auf großen Bildschirmen lief gerade KHL. Die Rechnung hat uns allerdings die Lust auf einen weiteren Besuch schnell ausgetrieben: das Bier vom Fass schlug hier mal locker mit 5,60 bzw. 6,50 zu Buche! Aber für heute war's dann mal egal... Anschließend sind wir die Wendeltreppe und weitere Treppen hinunter gestiefelt, um in unserem Hotel zu unserem Zimmerchen zu kommen.

 

In der AltstadtIn der AltstadtSamstag, 31.3.

Natürlich muss man morgens dann vom -3 Level wieder einige Treppen hoch kraxeln zum Frühstücksraum und später, um das Hotel zu verlassen. Das Hotel ist aber total urig, man fühlt sich fast ins Mittelalter versetzt! Über diverse Treppen geht es links, dann rechts rum, schmale Gänge und schließlich das Zimmer, das in der Breite kaum zwei Betten und den Nachtkasten aufnimmt, in der Höhe über den Betten vielleicht 4m misst, dafür am Schreibtisch und im Bad gerade mal die 2m überschreitet.... Von Sicherheitsvorschriften allerdings hat man hier offenbar noch nichts gehört, sodass ich in der zweiten Nacht mir dringende Gedanken mache, was wie im Falle eines Falles zu machen ist, und Detlef sich Gedanken darüber macht, wie denn wohl ein medizinischer Notfall hier aus dem Zimmer transportiert werden kann, zumal der „Einstieg“ für uns über eine enge Wendeltreppe erfolgt.... Gut, dass das alles für unseren Aufenthalt nicht nötig war!

Morgens erholt aufgewacht und den Frühstücksraum aufgesucht. Wir hatten Glück, es war gerade ein kleinerer Tisch frei – später mussten die Gäste darauf warten, dass jemand fertig wurde. Natürlich wurden wir satt, aber für 3 Tage war die Auswahl dann doch ziemlich mager beim Frühstücksbuffet. Im Frühstücksraum sahen wir dann auch die Sonne, was ja ohne Fenster im Untergeschoss nicht so möglich ist. Es sollte heute ein toller Tag werden. Also haben wir uns nach dem Frühstück Stadtplan und Kamera geschnappt und sind losgezogen, die Altstadt zu erkunden.

ein bißchen Schnee vor dem Domein bißchen Schnee vor dem Dom Und es hat sich gelohnt! Zunächst wurde der Wollmarkt an der Stadtmauer heimgesucht, weil Detlef dringend neue Wollsocken für zuhause brauchte. Bei Sonnenschein sieht ja alles wirklich toll aus! Kurz nach dem Mittag hatten wir genug vom Pflastertreten und sind zur kurzen Siesta zurück ins Hotel – ist schon vorteilhaft, wenn die Unterkunft in der Altstadt liegt! Eine Stunde Sitzen kann ja schon Wunder wirken, und anschließend gab es dann die Fotos aus der Altstadt mit der Sonne von der anderen Seite.... Da ja Samstag generell ein guter Tag für Hockey ist, sind wir am späten Nachmittag am Bahnhof in den Bus gestiegen und zur Skoda Arena rausgefahren, die direkt neben der großen MuFu Saku Arena (Suurhall) liegt. Auf dem ausgehängten Plan fanden wir dann ein Spiel für abends – noch 3 Std. zu überbrücken! Die reichten aber, um im nebenan liegenden Einkaufszentrum eine Lokalität zu finden und das Abendessen zu uns zu nehmen. Wir entschieden uns für ein Tex-Mex BBQ – und waren sehr zufrieden (und satt hinterher).

Kinderspiel in der Skoda-JäähalKinderspiel in der Skoda-JäähalIn der Skoda Jäähall lief dann abends ein vermutlich U12 Ligaspiel auf ganz ansprechendem Niveau. Hier gibt es übrigens auch zwei Eisflächen neben einander, nebenan war zunächst öffentlicher Lauf und hinterher irgendein Training. Der Bus brachte uns auch wieder in die Altstadt zurück, und müde fielen wir ins Bett – das waren doch bestimmt schon zwei Tage, oder?

 

Sonntag, 1.4.

Heute beginnt die U18 IIA in der Tondiraba Jäähall, etwa genauso weit zur anderen Seite raus wie gestern Skoda. In der Touri-Info hatte man uns die Linien aufgeschrieben und die Ausstiegshaltestelle, allerdings die Info vergessen, wo genau der Bussteig für die Abfahrt ist. Nachdem wir alles abgesucht hatten, was nach Haltestelle aussah, fanden wir noch eine Art Busbahnhof unterhalb des Einkaufszentrums, und hier dann auch unseren Bus. Die Tondiraba liegt in einer Wohnsiedlung mit vielen Wohnblocks – aber die Halle ist ein richtiges Schmuckstück! Da hat mal jemand mitgedacht: die große Halle für ca. 6000 Zuschauer, die auch für andere Veranstaltungen genutzt wird, und unter demselben Dach zwei weitere Eisflächen für Eissport und öffentliche Laufzeit, beide mit einer kleinen Tribüne für 600-900 Zuschauer. Zusätzlich gibt es noch eine kleinere Fläche mit drei Curlingbahnen! Wir schauten uns zwei Spiele an, ehe wir mit dem Bus zurück zur Altstadt fuhren.

nochmals ein Blick über Tallinn (Altstadt)nochmals ein Blick über Tallinn (Altstadt) An dem Restaurant, das Elch und Wildschwein auf der Karte hatte, sind wir auf unserem Weg dann nicht mehr vorbei gekommen (der Hunger war auch nicht so riesig), dann wurde es eben ein Hammel-Stew im Hell Hunt – auch was Leckeres! Danach brauchten wir nur um die Ecke und waren schon im Hotel.

 

Montag, 2.4.

Die restlichen Sachen im Koffer verstauen und nach einem etwas früheren Frühstück das Gepäck über die Wendeltreppe befördern – draußen dann die Überraschung: es hatte in der Nacht geschneit! Den Koffer wieder über das Kopfsteinpflaster rollern bis zur Straßenbahn, die uns in wenigen Minuten zum Busbahnhof brachte. Pünktlich um 10 Uhr fuhr unser Bus nach Riga ab.

Busfahrt bei Schneefall
Busfahrt bei Schneefall Und obwohl bis zur Grenze starker Schneefall herrschte und die Straßen teils nicht geräumt waren, kamen wir just in Time nach knapp 4 ½ Stunden in der lettischen Hauptstadt an. Dass der Bus auch am Radison Hotel hielt, war für uns von Vorteil, denn von hier ist es nur 5 Min. Fußweg bis zu unserem Hotel. Und dieses liegt in einem Innenhof. Okay, die Häuser hier sehen äußerlich nicht sehr einladend aus, der Aufzug klappert bis ins 3. OG zur Rezeption. Zwei weitere Etagen höher liegt unser Zimmer – breiter Flur und schön großes Zimmer! Im Bad gibt es sogar Fußbodenheizung. Nur die Minibar/Kühlschrank fehlt, aber im Doppelfenster kann man sicher auch die Getränke kühlen. Nachdem wir uns eingerichtet haben, machen wir uns auf den Weg zur Halle, ca. 15 Min. Und natürlich sprechen wir erst wieder am falschen Schalter vor, das kennen wir noch von unserem ersten Besuch hier („versuchen Sie es mal am Eingang A“). An diesem stand dann auch „Akkreditierungen“, wir bekamen unsere Karte. Doch auf die Nachfrage, dass die Zahlen auf der Karte, für die es keine Aufschlüsselung gibt, hoffentlich auf für die Mixed Zone gelten, gab es Fragezeichen im Gesicht und Schulterzucken. Es ging dann durch den Spielereingang rein und ab in den Aufzug. Da nichts dranstand, wo der Pressebereich oder auch das Zuschauerlevel ist, sind wir einfach in 1 ausgestiegen. Es lief gerade das zweite Spiel des Turniers (das Auftaktspiel Deutschland – Dänemark hatten wir verpasst), und wir schauten das von dieser Tribüne aus an. In der Drittelpause wollten wir den Bereich wechseln, trafen auf die Trainer des deutschen Teams, kamen allerdings an dem „Gorilla“ nicht vorbei, der erst mit Kollegen / Abschnittsleitern Kontakt aufnehmen musste. Die Pause war fast vorüber, als dieser endlich persönlich auftauchte und die Botschaft rüberbrachte: also mit unserer Karte dürfen wir uns nicht dort aufhalten, wo wir gerade herkamen, der Tribüne hinter dem einen Tor. Für uns wäre nur die normale Zuschauertribüne – auf die wir eigentlich auch wollten.... Wir fanden aber auch noch den Presseraum und durch diesen eine kleine „Mix-Zone“, die sich im Bereich der Zamboni-Bewegungszone und ohne jegliche Sponsorenwand befindet. Nach diesem Nachmittagsspiel versuchten wir, eine Lokalität zu finden, am besten auf dem Weg von der Halle zurück zum Hotel. Das erste, das uns lt. Google Maps zugesagt hatte, war nicht zu finden – an dieser Stelle ist jetzt ein Friseur. Das nächste war überhaupt nicht da, also nicht einmal mehr ein Gebäude... Wer mich kennt, weiß dass ich allmählich grantig wurde! Die nächste Idee war ein armenisches Restaurant, auf halbem Weg in die Altstadt gelegen, und dieses war tatsächlich vorhanden und hatte auch geöffnet. Hier haben wir uns niedergelassen und sehr lecker gespeist.

 

Deutschland besiegt (nicht nur) die KasachenDeutschland besiegt (nicht nur) die KasachenDienstag, 3.4.

Heute steht dann unser erster richtiger Spieltag in Riga an, und Deutschland hat wieder das Mittagsspiel. Das Frühstück hier im Hotel ist reichhaltiger und schmackhafter als im Hotel in Tallinn. Deutschland muss heute gegen Kasachstan ran – und kann diese mit dem Minimalergebnis von 1:0 niederringen! Das war spannend bis zum Schluss. Nach dem Spiel standen wir in der „Mix-Zone“, und ewig lange tat sich nichts. Dann kam auf einmal einer und hat uns gefragt, ob wir jemanden brauchen, und sich sofort gekümmert. Später haben wir festgestellt, dass das der Mann vom Verband ist, der auch die Akkreditierung bestätigt hatte. Bei den nächsten Spielen klappte das dann auch besser, um es mal vorwegzunehmen. In der Halle konnte man anschließend auch recht gut arbeiten, wir haben jedenfalls ein Plätzchen gefunden, auch wenn's uns im Presseraum zu eng und zu warm war. Aber Internet funzt ziemlich gut hier. Anschließend guckten wir noch Dänemark gegen Slowenien, das die Slowenen gegen etwas behäbig wirkende Dänen knapp mit 3:2 gewannen. Danach begaben wir uns zum Essen. Heute sollte es das „Beef Eater“ sein, das ich über Trip Advisor dann doch gefunden hatte: es hatte nicht nur den Eingang in der Nebenstraße (und das ein paar Häuser weiter rein), es liegt in der Nebenstraße, ist also von der Adresse her falsch angegeben.... Ein nettes kleines Lokal mit sehr kompetenter und freundlicher Bedienung. Und geschmeckt hat es auch ausgezeichnet! Das letzte Drittel konnten wir anschließend noch vom Zimmer aus im Fernsehen anschauen.

 

Mittwoch, 4.4.

Erster freier Tag, draußen ist es bedeckt. Nach dem Frühstück laufen wir in die Altstadt, aber Fotos lohnen nicht wirklich, da hoffen wir mal auf Samstag, für den der Wetterbericht lange Sonnenschein angesagt hat. Um 11 Uhr finden wir uns an der Petrikirche ein, dann soll von dort aus eine „Free Walking Tour“ starten. Wie immer gibt es eine kurzweilige Stadtbesichtigung mit lustigen Anekdoten, aber es war doch recht anstrengend, auch wenn man letztlich gar nicht so viele Kilometer zurückgelegt hatte. Nachmittags ging es für uns dann weiter zur Markthalle, wo wir wieder einmal über den riesigen Markt staunten: dass sich der eigentliche (Russen-) Markt auch draußen neben / zwischen den Hallen abspielt, hatte ich gar nicht mehr so auf dem Schirm. Dort bekamen wir nochmals Wollsocken – die nur die Hälfte von denen aus Tallinn kosteten! Aber ansonsten haben wir hier nichts gefunden...

Aber eine Kleinigkeit zu essen und kurz mal hinsetzten. Als wir die Markthallen wieder verließen, regnete es draußen – na toll! Jetzt war ja überhaupt nicht mehr an Fotos zu denken! Dann können wir ebenso gut das Alus Seta aufsuchen. Gesagt, getan. Auf dem dann einiges späteren Heimweg war es schon dunkel, dass wir noch ein paar Nachtfotos schießen konnten.

 

Donnerstag, 5.4.

Da Deutschland heute bereits Gastgeber Lettland im Abendspiel vor der Brust hat, nutzen wir den Vormittag, um uns „unser“ Viertel anzuschauen: das Viertel, in dem auch unser Hotel liegt, wird das „Jugendstil-Viertel“ genannt. Zwar war das Licht nicht wirklich gut, aber wir haben hier eine Menge schöner Gebäude gesehen. Nach einer kleinen Verschnaufpause in der Sonne im Park und anschließendem Stopp im Dönerladen waren wir gerüstet für zwei Hockeyspiele. Zunächst gab es schon wieder Kasachen – die sich gegen Dänemark schwer taten – und am Ende dieses Spiel 2:4 verloren. Ja, und abends wurde Deutschland von den Letten zerlegt. Aller Kampf, alle Mühe trug keine Früchte. Am Ende verließ das DEB-Team mit 1:3 als Verlierer das Eis und kann auch schon fast die Aufstiegsträume aufgeben.

 

Freitag, 6.4.

Noch ein Spieltag, und wir sitzen recht früh am Frühstückstisch. Auch hier hört man an einem Tisch Deutsch, was uns schon in der Stadt oder im Supermarkt immer mal wieder aufgefallen ist. In der Halle ging es mittags vor gut 100 Zuschauern (wie immer in den Mittagsspielen, nachmittags wurden meist gerade die 200 geknackt) zwischen Kasachstan und Slowenien um die Wurst. Und endlich waren auch die Asiaten im Turnier angekommen. Sie konnten einen ungefährdeten 7:1 Sieg gegen den überforderten Aufsteiger einfahren. Nachmittags wurde es für Deutschland schon deutlich schwerer, die Norweger entpuppten sich als unangenehmer Gegner. Eine zwei Tore Führung wurde fast wieder hergeschenkt, doch am Ende reichte es für einen 5:4 Sieg Deutschlands. Nachdem Lettland abends ebenfalls drei Punkte geholt hatte, war die letzte Möglichkeit für den Deutschen Aufstieg vertan.

Das Schwarzhäupterhaus darf natürlich nicht fehlenDas Schwarzhäupterhaus darf natürlich nicht fehlenAch ja, essen wollten wir auch noch etwas... Das erste Lokal, das wir uns ausgesucht hatten, war - am Freitagabend nicht ganz ungewöhnlich – voll. Detlef wollte wieder zum Döner, ich wollte dem Inder eine zweite Chance geben (den wir am ersten Abend auch nicht gefunden hatten, weil an der von google angegebenen Stelle ein Loch ist. Das Lokal ist aber etwas weg von der Kreuzung und auf der anderen Straßenseite, wie wir gestern Vormittag festgestellt hatten). Ich hätte besser auf Detlef hören sollen!!!! Zunächst war ja schon nicht so toll, dass die Karte im Schummerlicht kaum zu lesen war. Dann fanden wir bei Getränken kein Bier und fragten deshalb nach (sonst wären wir an diesem Punkt wieder gegangen und hätten Plan C = Dönermann in die Tat umgesetzt). Doch, Bier hat er. Gut, dann haben wir uns auch etwas zu essen bestellt. Das war ein ganz großer Fehler, denn als der uns das Bier brachte, fragte er, ob er Eiswürfel dazu bringen sollte. EISWÜRFEL? Zum Bier?!? Ja klar – das Bier war warm!!!! Das Essen kam dann auch, war ganz okay, und irgendwie ging dabei auch das Bier runter.... Wie gut, dass wir in unserem Fensterkühlschrank noch ein kaltes Gerstengetränk stehen hatten!

 

Samstag, 7.4.

Hier ist das mit dem Internet ja richtig toll – an jeder Ecke ist man automatisch in einem freien Netz! Aber ständig brummte heute mein Handy, kam ein Post rein.... Trotzdem danke an alle!!! Da heute der Wetterbericht erneut richtig lag, waren wir zeitig unterwegs, um den Sonnenschein auszunutzen – Detlef muss jetzt allein von heute (und ohne Turnierspiel) über 200 Fotos bearbeiten! Aber schön war's! Nur komisch von der Temperatur: es war wie am Lagerfeuer – vorne geröstet und hinten eingefroren! Und nein, das ist keine Beschwerde. Also unser Weg ging wieder an der Basilika vorbei, zum Domplatz, durch die Gassen und schließlich gegen Mittag zum Busbahnhof, um mit der Tram zur Volvo Arena zu fahren:

diese Halle haben wir noch nicht gegroundet – und ich hab herausgefunden, dass an diesem Wochenende ein international besetztes U12 Turnier in beiden Hallen stattfindet: welch ein Glücksfall für uns Hopper! Nach der Straßenbahn ging es noch einiges durch etwas komisches Wohngebiet, dann haben wir den Sportkomplex erreicht. Das Turnier ist im vollen Gang, in Halle B spielt gerade ein Team aus Schweden gegen Trinec. Nach diesem Spiel schauen wir in Halle A: die heimischen Pardaugava gegen Spartak Moskau.

Nachdem wir auch dem Verpfle-gungs-stand einen Besuch abgestattet hatten – man kann ganz nett draußen sitzen – spielten in Halle A (das ist die mit einer kleinen Tribüne) ein Zukunftsteam Österreichs gegen ein Team aus Helsinki und in Halle B ein slowakisches Team gegen ein lettisches. Dann reichte es aber mit Kinderhockey, und wir machten uns auf den Rückweg zur Straßenbahn – die uns natürlich direkt vor der Nase wegfuhr. 15 Minuten später kam das nächste Gefährt, das uns bequem wieder bis zur Altstadt fuhr. Abends sah uns das Alus Seta wieder.

 

Sonntag, 8.4.

Heute ist der letzte Spieltag bei der WM: der Aufsteiger steht mit Lettland eigentlich schon vorher fest, in der Mitte geht es nur noch um eine gute Platzierung, während am Ende der Tabelle Norwegen und Slowenien im Fernduell versuchen, den Abstieg zu vermeiden. Beide Teams verloren ihre Spiele, sodass sich an der Tabelle unten nichts änderte und Slowenien nächstes Jahr eine Gruppe tiefer spielen muss. Das Deutsche Team verabschiedete sich mit einem 8:2 Sieg vom Turnier und belegt damit hinter den Letten, die auch ihr 5. Spiel mit voller Punktzahl hatten gewinnen können, den zweiten Tabellenplatz. Danach noch kurze Nacharbeit im Hotel beim Döner (heute musste der dann doch nochmal sein!), dann wollte noch der Koffer gepackt werden.

 

unsere Bushaltestelle ist leicht zu finden: vor der Basilika!unsere Bushaltestelle ist leicht zu finden: vor der Basilika!Montag, 9.4.

Ein letztes Mal frühstücken, dann stiefeln wir los zur Bushaltestelle. Wir hatten eine Buslinie gefunden, die uns ohne umsteigen von der Basilika zum Flughafen fährt! Und ein Büdchen für die Tickets gibt es an diesem Platz auch (so kostet die Fahrt zum Flughafen gerade einmal 1,15 € pro Nase!). Es ist ein „Dolmus“, der an diesem Montag Vormittag die Strecke abfährt, aber da er nie ganz voll wird, ist es auch kein Problem mit unserem Koffer. Pünktlich am Flughafen, pünktlich geht der Flieger, zeitig sind wir wieder in Düsseldorf, und auch der Koffer rollt als einer der ersten auf dem Band. Dieses letzte Stück bis nach Hause hat es allerdings in sich: Es ist nicht weit bis zum Laufband in den Keller zur S-Bahn. Das Laufband ist allerdings kaputt und steht. Und unten am Bahnsteig steht, dass diese S-Bahn ausfällt und die nächste sich auf unbestimmte Zeit verzögert. Wir also wieder nach oben, versuchen mit dem Skytrain zum Flughafenbahnhof zu kommen. Hatten sich wohl mehrere Leute gedacht: Skytrain voll. Als wir mit dem nächsten ankommen, ist die S1 gerade weg, der Regionalzug steht zwar noch am Gleis, hat aber auch schon die Türen verriegelt. Naja, der nächste Regionalzug war dann unserer, und so waren wir ca. 90 Min. nach Landung schließlich zuhause.

 

 

Und hier geht es zu den passenden Fotoalben:

Tallinn - https://c.web.de/@358160561675960535/wQUUPVSeTre9XL2Na7NJxA

Riga - https://c.web.de/@358160561675960535/oYASpY7bRcGAxUuo1JiuLg

WM-Spiele - https://c.web.de/@358160561675960535/nymWmg6gSMS5GALe-sh1LA