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2016 IIHF WM Div. II Gruppe A in Jaca / Spanien

Nach Jaca in den spanischen Pyrenäen – wie kommt man dort hin? Wir entschieden uns für das Auto und fuhren Freitag Morgen (8.4.) los. Bei Maastricht und auch um Paris hielt uns dichter Verkehr, teils durch Baustellen bedingt auf. Als wir die Paris-Umfahrung endlich hinter uns haben, haben wir gute 20 km mehr auf dem Tacho, als die Wegstrecke ausgerechnet war. Später stellen wir an einer Karte fest, dass es mehrere Umfahrungen gibt und wir die äußere erwischt hatten, während uns der Ausdruck eine engere vorgegeben hatte.... Egal, wir sind noch immer auf dem Weg Richtung Bordeaux, was unser heutiges Etappenziel bedeutet. Ohne weitere Zwischenfälle kommen wir gegen 18:45 Uhr nach ca. 1100 km und 3 Autobahn-Mautstellen an unserem Hotel an, das wir für diese Nacht gebucht hatten. Bis dahin waren wir dann schon 89,70 Euro allein an Maut losgeworden! Schnell eingecheckt, Gepäck aufs Zimmer und noch schneller zur Pizzeria auf dem gleichen Gelände, damit wir anschließend auf Servus-TV das 5. Halbfinale zwischen München und Köln gucken können.

Aber es kam anders...: Also 1. war die Pizzeria eine einzige Baustelle und stand leer (trotz Hinweisschildern an der Straße und der Einfahrt), 2. war hinterher das Internet auf dem Zimmer so langsam, dass der Live-Stream nicht lief. Aber da hatten wir dann immerhin schon gegessen, als wir das versuchten. Ein leckeres Steak hatte es gegeben, ein paar Ecken weiter. Ein bisschen gelesen, dabei die Liveticker beobachtet, und tot ins Bett gefallen, denn am Samstag sollte es bereits früh wieder auf die Straße gehen: es lagen noch 300 bis 350 km vor uns, die Hälfte davon Landstraße, und um 12 wollten wir am Ziel angekommen sein.

 

Samstag, 9.4.

Wie geplant ein kleines Frühstück eingeworfen und fast pünktlich losgekommen. Dass wir jetzt beim Rausfahren eine Tanke entdecken, fast neben dem Hotel, ist schon ein bisschen ärgerlich, denn wir hatten abends noch kurz vor der Abfahrt getankt, weil auf Google Maps diese Tanke nicht zu sehen gewesen war. Leider war diese hier fast 10 Ct günstiger... Unsere Ausdrucke zeigten uns alle nötigen Richtungen, wie wir sie auf den Wegweisern vorfanden, und bald befanden wir uns auf dem Weg nach „Saragosse“. Ab Pau war es dann keine Autobahn mehr und bot ein paar Ortsdurchfahrten, die eben die Reisegeschwindigkeit deutlich verringerten. Wir sahen Schnee oben auf den umliegenden Bergen, auch wenn es insgesamt diesig war mit tief hängenden Wolken. Und irgendwann hatte wir tatsächlich die Schneefallgrenze erreicht und überfahren – alles war weiß um uns herum! Bald kam auch schon der Hinweis auf den Tunnel (8 km Länge), aus dem wir auf spanischer Seite wieder ans Tageslicht kamen – und in die Sonne! Auf dieser Südseite liegt kein Schnee mehr, statt dessen hatten wir ziemlich blauen Himmel! Es war aber auch schon ziemlich spät, dass wir unserem ursprünglichen Plan folgten und direkt zur Eishalle fuhren. Das Auto stand dort gut auf dem Parkplatz, und wir begaben uns um 12 Uhr auf die Suche nach unserer Zugangsberechtigung. Da die Halle halb in den Berg gebaut ist, kann man sich vorstellen, welche Höhen wir überwinden mussten, um – natürlich – die Halle einmal zu umrunden, bis wir die Pässe in der Hand hielten. Dafür hatte ich aber auch gleich eine Führung in der Halle erhalten, wo man welche (geheimen) Wege gehen muss, um wohin zu kommen... Die Spieler hatten in der Zwischenzeit das Aufwärmen fast beendet, wir konnten noch ein paar Betreuer der Belgier begrüßen, dann ging das Turnier auch schon los. 350 km waren wir damit heute gefahren bei 25,70 Euro Maut.

Einfahrt in den Somport-Tunnel auf französicher SeiteEinfahrt in den Somport-Tunnel auf französicher SeiteNach dem etwas schwierigen Sieg der Belgier, die diesen erst im Penaltyschießen perfekt machen konnten, sind wir zum Hotel gefahren, haben das Auto aus- und das Zimmer eingeräumt, dann ging es auch schon wieder (zu Fuß – 10 min. Weg) zur Halle zum 2. Spiel, wo wir pünktlich zum 2. Drittel aufschlugen. Serbien und Holland hatten uns den Gefallen getan und bis zu unserem Eintreffen noch keine Tore geschossen. Das änderte sich aber mit dem zweiten Durchgang. Innerhalb von 8 ½ Minuten legte der Absteiger Holland drei Treffer vor. Die Niederlande schienen Serbien nach Belieben zu dominieren, auch wenn sie quasi mit der zweiten Garnitur zum Turnier fahren mussten, da 15 der geplanten Spieler mit Tilburg noch in den Playoffs der Oberliga stehen. Doch Serbien ließ einen Kraftakt folgen, meldete sich bei angezeigter Strafe zurück, um kurz vor der Pause den Anschluss zu schaffen. Im Schlussabschnitt sollte kein Treffer mehr fallen, so haben die Niederlande einen Zittersieg nach hause gebracht.

Abends spielte der Gastgeber erstmals, und gute Aktionen der normal hier in Jaca unter Vertrag stehenden Spieler wurden immer mit Szenenapplaus bedacht. Auch wenn Spanien hier am Ende mit einem 2:0 vom Eis ging – Aufsteiger China darf nicht unterschätzt werden!

Wieder zurück im Hotel stellen wir fest, dass zumindest Island und Holland in unserem Hotel das Quartier aufgeschlagen haben. Das Internet allerdings ist auf dem Zimmer derart langsam, dass man keine Fotos hochgeladen bekommt. Da brauchen wir Videos erst gar nicht zu versuchen – na toll!

 

Sonntag, 10.4. - 2. Spieltag

Jaca InnenstadtJaca InnenstadtKathedrale von JacaKathedrale von JacaHeute haben wir nicht viel gemacht. Nach dem Frühstück haben wir uns auf den Weg ins Städtchen begeben, das ist nicht weit. Allerdings eine lange Treppe von unserem Hotel aus hinauflaufen, aber dann ist man schon auf der Hauptstraße (Fußgängerzone). Am Sonntag Vormittag war nicht viel los. Die Kathedrale haben wir auch gefunden – ist ziemlich unscheinbar. Und drinnen sehr dunkel. Man hätte zwar für 1 € Licht „bestellen“ können, das geht aber nicht, wenn man kein passendes Kleingeld hat. Naja – die Kamera hat mehr gesehen als wir ;-) Postkarten fanden wir natürlich auch nicht am Sonntag. Anschließend war bereits Zeit, das Gepäck für die Halle aufzunehmen. Belgien hatte erneut das Mittagsspiel, diesmal gegen die Serben. Vorher konnten wir den Stick mit den Fotos vom 1. Spiel bei Betreuern der Belgier abgeben, die sich die Fotos gleich auf den Rechner gezogen haben. Belgien hat auch dieses enge Spiel für sich entscheiden können (4:2 nach zwischenzeitlicher Führung der Serben). In der Pause zwischen den Spielen hat Detlef die Fotos bearbeitet, so konnten wir diese zu Beginn des nächsten Spiels nochmals überspielen lassen. Belgien ist in einem anderen Hotel untergebracht, das etwas weiter weg ist. Daher fahren die auch meist gemeinsam mit dem Bus zur Halle und zurück, während Holland und Island laufen können. Anschließend spielte Island gegen China. Auch diesmal hatten sich die Teams das Toreschießen für den mittleren Abschnitt aufgehoben, damit wir die Treffer auch mitbekommen. Am Ende siegten die „Wikinger“ nicht unverdient mit 7:4. Da waren wir aber schon auf dem Weg zum Abendessen.

Blöd allerdings, dass es bei uns im Hotel erst ab 20:30 Uhr etwas gibt! Und dann soll man noch ein Dreigangmenü verputzen... Also versuchten wir, in der Stadt etwas zu bekommen. In einer Cafeteria wurden wir fündig und auch vor 20 Uhr bedient – allerdings auch gleich als Deutsche erkannt, warum auch immer. Es schien hier so etwas wie eine „Tagsüberkneipe“ zu sein, und eigentlich sah der Laden von außen größer aus, als er innen war. Aber – das Essen war gut, kam schnell, Bedienung freundlich, Preis okay – was will man mehr. Draußen allerdings ging grad ein Platzregen nieder, so konnten und wollten wir dann nicht mehr zur Halle gehen und haben versucht, uns die letzten beiden Drittel des Spiels im Hotel per Internet anzuschauen. Das geht komischerweise! Nach einer 2:0 Führung des Gastgebers schlug Holland in der Schlussphase in Überzahl zurück, kam zum Ausgleich und nach gut 2 Minuten in der Overtime zum Siegtreffer.

 

Montag, 11.4. – spielfrei

BerdunBerdunHeute hieß es ausschlafen. Beim Frühstück trafen wir erneut die Holländer an – außer Raphaël Joly. Nicht, dass der sich gestern verletzt hat? Dem Wetter haben wir nicht so ganz getraut, dass wir zum Pass hoch gefahren wären. So machten wir heute den Ausflug nach Pamplona – ca. 100 km entfernt. Es war eine interessante und abwechslungsreiche Strecke, wir sahen einige verlassene Ortschaften, meist etwas abseits der Durchgangsstraße und auf Hügeln liegend. Irgendwann kamen wir auch in Pamplona an – aber kein einziger Hinweis auf die Altstadt oder das Zentrum. Da konnte man einfach nur auf gut Glück irgendwelchen Parkplatzhinweisen folgen in der Hoffnung, dass man dann einen zentrumsnahen erwischt. Wir fuhren in eine Tiefgarage an der Stierkampfarena. Der angeschlagene Preis (natürlich unten und nach der Schranke erst zu lesen) von 19 Ct je Minute (!) ließ uns zwar mit den Ohren schlackern – der Tagespreis war allerdings auf knapp über 10 Euro begrenzt, soviel ich verstanden habe, denn das ganze stand natürlich nur in spanisch dort... Immerhin sollte man aber die Stierkampfarena und damit das Auto jederzeit wiederfinden.

Altstadtgasse in PamplonaAltstadtgasse in PamplonaWir fanden dann auch mit Hilfe der Minimalkarte in unserem Reiseführer die diversen Plätze der Altstadt und die eine oder andere Bastion. Okay, ganz nett, mehr aber auch nicht. Immerhin konnten wir hier die ersten Ansichtskarten erstehen, wenn es sich auch als schwierig erwies, überhaupt irgendetwas ohne Bezug auf Stierkampf und die Fiesta (die Hatz der Stiere durch die Altstadtgassen bis hin zur Arena) zu bekommen. Briefmarken hatten wir allerdings immer noch nicht und bisher kein Postamt gesehen. Wir versuchten wieder aus der Stadt herauszufinden, nachdem wir unser Auto nach etwas über 1 Std. dann doch für angenehm geringe 2,10 € aus der Parkgarage befreit hatten. Es erwies sich als schwierig, aus der Stadt und vor allem die gewünschte Richtung zu finden (hab ich jemals über die Kölner Straßenbauer geschimpft???), aber schließlich waren wir auf dem Weg, den wir wollten.

Zunächst ging es mal Richtung „Francia“, und wir fuhren ein wenig höher in die Pyrenäen, um eine andere Strecke zurück zu nehmen. Wir wollten noch einen Fotostopp an einem lt. Reiseführer unscheinbaren Ort mit einer mittelalterlichen Brücke einlegen. Nur dass es erneut keinerlei Hinweis gab, wir durch hässliche Wohnviertel schließlich in der „Altstadt“ landeten, wo die Gassen so eng waren, dass wir aus einer rückwärts wieder rausfahren mussten, denn um die Kurve zum Abbiegen kam man nicht. Hier fehlte übrigens auch die sonst allgegenwärtige Kirche im Ort. Schnauze voll, die Brücke kann bleiben, wo sie will, wir wollen nur noch nach hause! Wir sind dann wieder auf den Jakobsweg abgebogen, den wir schon auf dem Hinweg benutzt hatten. Hier sah man ständig die Jakobsmuschel als Zeichen und Hinweise auf Pilgerherbergen. In Pamplona hatten wir sogar ein Geschäft gefunden, in dem es alles für die Pilger gab, vom Regencape über Schlafsäcke bis hin zu Blasenpflaster und „Kneipp Arnica Fußsalbe“...

Vor dem Abendessen, das wir heute im Hotel einnehmen wollten, konnten wir nochmals in die „Stadt“ gehen. Jetzt fanden wir auch Ansichtskarten und eine geöffnete Touri-Info. Auch dort gab es keine Briefmarken, aber die Dame war so nett, ging mit uns auf die Straße und zeigte uns, wo der „Tabaco“ ist (englisch ist hier scheinbar nicht so gebräuchlich!). Dort war es voll, und in der Warteschlange hab ich im Sprachführer tatsächlich das spanische Wort für Briefmarken gefunden. Von der Verkäuferin kam dann nur die Nachfrage „Europa?“... Alles gut. Außer dass es noch nirgendwo Essen gab! Also bissen wir in den sauren Apfel und waren um 20:30 in unserem Hotelrestaurant. Aber oh weh – zu der kleinen Speisekarte gab es eine englische Version erst auf Nachfrage und nach langem Suchen. Und dann auch nur einen Teil der Karte, die Menü-Seite... Erneut ging es dann mit Händen und Füßen an die Bestellung. Einzig die Vorspeise war mit gut zu bewerten. Der Hauptspeise hätte noch zumindest eine Salatgarnitur gut zu Gesicht gestanden, und das „Erdbeereis“ zum Dessert... Zumindest hat dafür keine Erdbeere ihr Leben lassen müssen! Tourlänge: 380 km

 

Dienstag, 12.4. – 3. Spieltag

unser Hotelunser HotelErneut war in den sehr frühen Morgenstunden die Müllabfuhr in unserer Straße! Aber ansonsten ist es wirklich angenehm ruhig hier, kein Autolärm und keine Flugzeuge – was ja kein Wunder ist, da der nächste Verkehrsflughafen in Toulouse oder Barcelona und damit ca. 400 km entfernt ist! Auch durch die guten Verdunklungsvorhänge kann man schön ausschlafen, Frühstück gibt es schließlich bis 10:30 Uhr! Heute setzte sich Holland klar gegen Island durch, Belgien hatte Mühe mit Aufsteiger China und brachte den Sieg erst in der Verlängerung ins Ziel. Abends unterlag Serbien dem Gastgeber. Inzwischen hatten wir auch schon 3 Interviews erledigt.

 

Mittwoch, 13.4. - wieder spielfrei

Canfranc EstacionCanfranc EstacionZwar war es morgens noch bedeckt mit leichtem Nieselregen, doch es sollte im Laufe des Tages aufklaren. Also unternahmen wir heute unsere „Pässefahrt“. Wir starteten in Richtung Norden zur 30 km entfernten französischen Grenze, hielten zunächst beim alten, riesigen aber stillgelegten Bahnhof von Canfranc – also das Gebäude ist verlassen, die Fernstrecke nach Frankreich aufgegeben, und es verkehrt hier nur noch 3x täglich ein kleiner Pendelzug nach Zaragossa – für ein paar Fotos, ehe wir diesmal statt Tunnel den alten Weg über den Pass nahmen und im Skigebiet Astún – Candanchú bei immer besser werdendem Wetter noch wunderbar viel und weißen Schnee sehen! Allerdings ist die Skisaison hier schon vorbei, die Lifte standen still und die Hotels leer. Auf französischer Seite ging es wieder von 1650 m bergab. Zurück ging es dann doch wieder durch den Somport-Tunnel, denn wir wollten auf „unserer“ Seite noch weitere Täler erkunden. Wir verließen das Tal des Rio Aragón und fuhren auf einer teilweise unbefestigten Nebenstraße nach Aisa, teilweise über 10% Steigung oder Gefälle! Irgendwo wurde die Strecke noch enger als ohnehin schon, weil dort auch noch an der Straße gewerkelt wurde, wir waren also nicht völlig im Niemandsland, auch wenn es uns sehr sehr einsam vorkam. An der nächsten Kehre zog eine kleine Rinderherde die Straße entlang, vom Bauern keine Spur... Und wohin die Viecher wollten, haben wir auch nicht herausgefunden; die Schilder mit der querenden Kuh hatten auf einmal eine ganz neue Bedeutung! Hinter Aisa – ein kleines Nest, das aber lt. Reiseführer das Zentrum dieser Täler sein soll - wurde die Straße etwas besser, und bald waren wir wieder auf einer besser ausgebauten Straße.

SiresaSiresaDiese führte uns durch das nette Bergdorf Siresa – leider trafen wir hier zur Mittagspause am Kloster ein, sodass wir dieses nur von außen gucken konnten. Es ging dann auch ein heftiger Graupelschauer nieder, den wir auf dem Parkplatz im Auto abwarteten, ehe wir zur Höllenschlucht fuhren. Ganz schön eng die Strecke! Gut, dass uns nur ein einziges Mal ein Fahrzeug entgegen kam, der offenbar die Strecke und die Ausweichstellen kannte! Wir durchfuhren die Schlucht aber gleich zwei Male, um beim 2. Mal auch anzuhalten und das unten tosende Wasser des eiskalten Gebirgsbaches zu fotografieren.

Der Gebirgsbach war wirklich sehr sehr kalt!Der Gebirgsbach war wirklich sehr sehr kalt!die Höllenschluchtdie HöllenschluchtAuf dem Rückweg statteten wir dem Bergkloster San Juan de la Peňa einen Besuch ab, das unter einem Felsvorsprung verborgen an der Wand klebt. Zurück in Jaca besuchten wir noch den Friedhof kurz vor der Stadt, ehe wir beim Supermarkt anhielten. Hier trafen wir vor der Tür sitzend die gleiche Gestalt, die man auch auf Google Maps hier findet... Strange!

Das Restaurant für unser Abendessen hieß wohl „zum Eichhörnchen“ - zumindest war ein solches im Türschild. Leider hatte ich wohl nur die frühere Öffnungszeit gesehen, aber nicht darauf geachtet, ob die auch ein brauchbares Menü haben. Hatten sie nämlich nicht, sodass wir letztlich wieder bei Brotzeit und Tapas landeten.

 

 

 

 

Donnerstag, 14.4. - 4. Spieltag

das Pabellon de Hielodas Pabellon de HieloNach einem weiteren Gang durch unsere Innenstadt – wir hatten noch immer keine Mitbringsel gefunden - waren dann auch mal Fotos von der Eishalle dran, ehe wir uns die drei heutigen Spiele anschauten.

Heute passierten ein paar interessante Dinge auf dem Eis: mittags begannen die Holländer bereits 8 Sekunden nach Spielbeginn mit dem Toreschießen – okay, sie wollten China ja auch 9:0 besiegen, da muss man früh anfangen! Und der einzige farbige Turnierteilnehmer schaffte im Mitteldrittel einen lupenreinen Hattrick. Fortan war dieser Julian van Lijden der Liebling der jugendlichen Fans in der Halle. Im nächsten Spiel sah Island nach dem ersten Drittel schon wie der Sieger aus, ließ sich dann aber die Butter vom Brot nehmen, und Serbien konnte den 0:3 Rückstand in ein 6:3 umwandeln. Belgien hatte abends gegen den Gastgeber größte Mühe und kam nur zu einem mageren eigenen Treffer und der ersten Niederlage.

 

Freitag, 15.4. - 5. Spieltag

ein strahlender Sieger: Hollandein strahlender Sieger: HollandHeute hieß es für uns bereits Koffer packen, denn heute würde es mit der Siegerehrung abends sicher später werden, und morgen wollen wir frühzeitig losfahren. Aber im Hotel klappt sowas immer schneller als zu Hause vor der Reise...

Eigentlich sollten es von der Ansetzung her heute richtige Endspiele um Auf- und Abstieg sowie die Platzierungen dazwischen sein. Doch das meiste wurde bereits gestern in die Wege geleitet, sodass es heute meist nur noch um die Ehre ging. Es gab dann auch keine Überraschung mehr, was die Ergebnisse anging. Die Niederlande haben den sofortigen Wiederaufstieg geschafft, und China ist gleich wieder in den Aufzug nach unten gestiegen. Am Ende fanden sich dann die Medaillisten nochmals zusammen auf dem Eis ein, es gab diverse Ehrungen, viel Applaus und einige Gruppenfotos. Die Niederländer zog es wohl anschließend noch ins Städtchen, um den Turniersieg ordentlich zu begießen, ehe sie morgens um 9 Uhr in den Bus gen Barcelona stiegen.

 

Samstag, 16.4.

wir grüßen ein letztes Mal vom Pass und aus dem Schneewir grüßen ein letztes Mal vom Pass und aus dem SchneeWir machten uns um 8:30 Uhr nach einem Frühstückchen auch auf den Weg in Richtung Heimat. Bei Kaiserwetter überquerten wir nochmals den Somport-Pass, genossen nochmals diese einzigartige Landschaft, ehe uns das Asphaltband der Autobahn wiederhatte. Hier legten wir nochmals knapp 700 km zurück bis zu unserem Zwischenziel Orléans. Allerdings hatten wir nicht bedacht, dass in Südfrankreich irgendwelche Ferien begannen und sich die halbe Bevölkerung gleichzeitig auf den Weg gemacht hatte. So kostete uns die Umfahrung von Bordeaux fast 1 Std., und auch die Parkplätze, von denen es wirklich ausreichend gibt in Frankreich, waren teilweise völlig überfüllt. Am Ende des Tages kamen wir fast 2 Std. später als geplant am Hotel an, sodass wir uns um 18 Uhr dann nicht mehr auf den Weg zu einer Stadtbesichtigung machten, auch wenn die Straßenbahn fast vor dem Hotel abfuhr. Statt dessen genossen wir eine Steakplatte im „Buffalo Grill“, ehe wir im Hotel das gut funktionierende Internet ausnutzten und abends noch den ganzen „Krempel“ vom Turnier an die Redaktion schicken konnten (Bericht, Fotos, Videointerviews etc.). War dann zwar nicht mehr ganz aktuell, aber passte schon.

 

Sonntag, 17.4.

...da fehlte noch ein Straßenschild......da fehlte noch ein Straßenschild...Zwar hatten wir noch früher starten wollen, um einem möglichen Stau um Paris zu entgehen, aber die Betten waren wieder so gemütlich...! Es stand hier auf dem Zimmer auch ein Wasserkocher sowie Kaffee- und Teebeutel und Gebäck bereit, sodass man gar kein Frühstück benötigte und wir sofort vom Zimmer aus wieder um kurz vor halb neun starteten, um die restliche Wegstrecke herunterzuspülen. 100 km später – Paris: Die Franzosen saßen wohl wirklich noch am Frühstückstisch, und es ging fließend weiter. Wie auch der Rest der knapp 700 km langen Strecke. Unsere Katze hat sich gefreut, dass wir schon gegen 15 Uhr ankamen!

Insgesamt haben wir knapp 3500 km zurückgelegt, dabei 10 Mautstellen durchfahren und 14 Spiele gesehen, dabei 2150 Fotos geschossen, von denen 878 übriggeblieben sind. Wir haben viele Tapas, manchmal auch McDonalds, aber auch Steaks in verschiedenen Formen zu uns genommen – als „Balken“, als sehr flache Lappen oder auch aufgespießt.... Andere Länder, andere Sitten!

 

Zum Fotoalbum (vorsicht, es sind viele!)

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