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Ein Spätsommer-Kurzurlaub in Dänemark 15.-19.9.2016

Leider bekamen wir keinen Urlaub Anfang September: wir wären ja gerne mal im Sommer nach Riga gefahren, u.a. zur Olympiaqualifikation. Aber das Deutsche Team hat das ja auch ohne uns geschafft – hahaha. Im Sommer sollte es aber noch ein paar Tage weggehen, so fiel die Wahl auf Dänemark, denn hier waren wir ja bisher auch noch nicht. Da wir dabei auch endlich mal unseren Freund Kutter besuchen wollten, haben wir unser Quartier in Midtjütland aufgeschlagen, es wurde eine kleine FeWo in Salten.

Donnerstag morgens um 9 Uhr ging es los, doch nicht nur in NRW, nein auch im weiteren Verlauf der Strecke reihte sich eine Baustelle an die andere, vor allem die A7 ist aktuell zwischen Hamburg und Flensburg fast eine einzige Baustelle. Das war etwas anstrengend zu fahren, und man kam nicht so zügig wie geplant vorwärts, nach weiteren etwa 170 km ab Grenze erreichten wir ohne weitere Zwischenfälle unsere Unterkunft. Doch, einen Zwischenfall gab es: unterwegs wollten wir in einem Dorf an einem Geldautomaten anhalten, den mir die VISA Internetseite angezeigt hatte. Hier wollten wir uns mit Bargeld eindecken, um auch gleich die FeWo zu bezahlen. Was nicht da war, war der Geldautomat (und unser Vermieter zog uns auch gleich den Zahn, dass wir im nächsten Ort einen finden würde...).

Nachdem wir uns im Zimmer eingerichtet hatten, fuhren wir in die nächste größere Stadt, Silkeborg (12 km). Hier fanden wir einen Automaten, der uns auch Geld ausspuckte, und diverse Supermärkte (der Tante Emma Laden, der lt. Google maps fast gegenüber unserer Unterkunft hätte sein sollen, ist inzwischen ein Asia fast food geworden...). Wir hatten im Internet hier (Silkeborg) auch „Jensens Bøfhus“ entdeckt, eine Steakhaus-Kette, die wir in Malmö kennengelernt hatten, mit dem Auffinden war es allerdings schon etwas schwieriger: Der große Marktplatz ist eingezäunt und im Umbau! So war dann auch unser Platz draußen nicht ganz so schön, wie er mit Blick auf den großen Platz gewesen wäre. Das Steak und die Rippchen allerdings waren sehr gut! So gesättigt ging es dann wieder aus dem Ort raus – wir wollten doch mal schauen, ob wir die Eishalle finden. Natürlich, welche Frage! Großes Sportzentrum ist das hier mit Karate- und Gymnastikräumen und natürlich der Eishalle mit kleiner Tribüne auf beiden Längsseiten.Und es gab sogar Eishockey, allerdings noch keinen Ligabetrieb. Und zu meiner halblangen Hose und den Shirt mit großem Ausschnitt – wir hatten schließlich heute tagsüber nochmals 32° (in Deutschland) bzw. 27° (in Dänemark) – passte es dann sehr gut, dass ich morgens zuhause noch in der Aldi-Boutique zugeschlagen und einen Poncho mitgenommen hatte ;-) , denn in der Eishalle war es doch vergleichsweise kalt dann!

 

Silkeborg Hafen
Silkeborg Hafen Freitag

Für heute hatten wir in der Umgebung kein Spiel gefunden, sodass wir den Tag gemütlich angehen wollten; die Wetter-App hatte auch für heute noch recht gutes Wetter angesagt, also zumindest Sonne! So sind wir nach Århus gefahren (55 km), nach einem kleinen Abstecher zum „Hafen“ von Silkeborg. Hier stünde heute noch die ein oder andere Rundfahrt auf dem Programm, leider sind grad keine Preise zu finden. Aber wir wollen ja auch weiter... Die Autobahn ist schon weiter fertiggestellt als erwartet, und bald waren wir im Randbezirk von Århus, jetzt hieß es Parkplatz suchen. Nicht ganz dort wie vorgestellt, aber auch gut „merkbar“ am eingerüsteten Rathaus fanden wir einen freien Platz. Zahlen musste man am Parkautomaten – mit Kreditkarte und Angabe des Kennzeichens anmelden und am Ende mit der selben Kreditkarte wieder abmelden und bezahlen! Immerhin konnte man die Anweisung sogar auch auf deutsch wählen. Von dort machten wir uns auf, zunächst die Touri-Info zu finden, die sich wohl im „Dokk 1“ befinden sollte. Was wir vergeblich suchten, waren anfangs die Hinweisschilder.

schönes Wandbild im Dom
schönes Wandbild im Dom Den Dom fanden wir zuerst, also haben wir hier unsere Besichtigung gestartet. Dokk 1 fanden wir auch wenig später, aber drinnen keine Touri-Info. Na, dann eben nicht. Auf den freien Rechnern dort konnten wir uns zumindest nochmals den Stadtplan angucken, allerdings keine weiteren Hinweise finden, was sich ggf. noch lohnen würde anzugucken. So „informiert“ verließen wir dieses Gebäude am Wasser wieder, der Blick auf selbiges lohnte auch nicht wirklich.

der Möllestiender MöllestienAm Kanal entlang kamen wir zur „Møllestien“, einer einzigartigen Gasse mit originalen alten kleinen Wohnhäusern. Bisher hatten wir zwar schon einige Fotos geschossen, aber nicht eine einzige Postkarte gefunden! Wir versuchten es dann noch am Bahnhof (niedlich – ganze 4 Bahnsteige!), doch auch hier wie auch im angrenzenden Shoppingcenter Fehlanzeige! Jetzt reichte es aber mit dem Rumlaufen, und wir kehrten im – natürlich – Jensens ein, diesmal aber noch in der Zeit der „Frokost“, also (preiswertere) Mittagskarte. Erneut bekamen wir „Hvitløskbrød“... Das macht Durst! Nachdem wir gut gesättigt das Restaurant Richtung Auto verlassen hatten, kamen wir doch noch an einem Souveniershop mit Ansichtskarten vorbei! Na also, geht doch. Allerdings verschlug es uns dann doch die Sprache, denn wir haben für 5 Postkarten mit Porto soviel bezahlt wie für ein Steak mit Beilagen! Wieder im Auto versuchten wir, auf dem Rückweg den Abstecher zur Halle zu machen, damit wir diese morgen gut finden würden. Klappte nicht ganz, da wir nicht an der geplanten Stelle aus der Innenstadt auf den Stadtring 2 kamen. Abends am Rechner kontaktierten wir Google maps und fanden den Fehler. Insgesamt waren wir aber schon ein wenig enttäuscht von der Stadt – da hätten wir ebenso in Silkeborg bleiben können und statt Pflastertreten lieber eine schöne Bootstour machen können! Nun, da steckt man natürlich nicht drin!

Auf dem Rückweg machten wir aber zumindest noch einen kleinen Abstecher zum „Himmelsberg“ (Himmelbjerget) und konnten von oben den Ausblick auf die Seenlandschaft bei Silkeborg genießen.

Wir hatten Hähnchenschenkel mitgebracht und wollten die noch für morgen grillen. Es stand uns ja ein Holzkohlegrill zur Verfügung, auch für Brennmaterial hatte der Vermieter gesorgt. Leider aber war der Spiritus alt und brannte nicht, und so bekamen wir die Grillbriketts nicht „ans Laufen“. Schade! Da musste die alte Gusspfanne herhalten, für die es aber auch kein Öl in der kleinen Küche gab... Den Bratengeruch brachten wir noch aus der Wohnung, ehe wir uns schlafen legten – die Küche hat kein eigenes Fenster und ist nur durch den Schlafraum zu belüften.

 

Samstag

Morgens hatten wir die Verabredung mit Kutter in Nørre Snede (20 km). Es war schön, ihn nach wohl 5 Jahren wiederzusehen, und wir haben viel geredet. Die Zeit war leider viel zu schnell um, aber das ist eine andere Geschichte. Anschließend hatten wir gerade noch Zeit, bei der Unterkunft vorbeizuschauen, um uns die Jacken für die Eishalle einzupacken, dann ging es weiter nach Århus zur Eishalle. Diese fanden wir nun im 2. Anlauf auf Anhieb. Es war ein Nachwuchsspiel, und zwischen den ersten beiden Dritteln gab es kein neues Eis und nur 2 Min. Trinkpause. So war das Spiel wesentlich kürzer, und wir konnten zügig unsere zweite geplante Station ansteuern, die Kvik Arena in Herning (86 km). Auch hier war es kein Problem, die Halle zu finden, und das war auch gut so, denn das Spiel hatte eher begonnen als auf unserem Plan stand. So hatten wir dann nur das erste Drittel verpasst. Hier trafen wir auch Donna, die uns noch die Trainingshalle zeigen konnte mit der Wand der verdienten Spieler oder besser der berühmtesten Spieler, die jetzt in allen Ligen der Welt spielen, ihre Wurzeln aber bei den Blue Foxes haben. Es fiel auf, dass jeder Spieler offenbar seinen eigenen Sponsor hat! Nach dem Spiel ging es zügig nach Hause, denn das war doch ein recht anstrengender Tag!

 

Sonntag

zwei Hopper in Esbjergzwei Hopper in EsbjergAuch heute konnten wir nicht ewig ausschlafen, standen doch heute zwei Spiele in Esbjerg auf dem Plan, was zunächst 90 Min. Anreise bedeutete. Zunächst spielten die ganz Kleinen, und das war putzig anzusehen. Die Halle von Esbjerg ist auch nett, mit einem großen Stehplatzbereich hinter dem Tor und auch auf der einen Geraden. Auf dem Weg zum Einkaufen schaute Bente noch vorbei, die wir auch schon einige Zeit nicht mehr gesehen hatten.

Bis zum nächsten Spiel blieb noch einige Zeit, die wir nutzten, um zum Strand und zum Wahrzeichen von Esbjerg zu fahren, den weißen Männern („Mannesket ved Haved“). Es war gerade auflaufende Flut, aber man konnte noch ein wenig am Rand des Watts waten und sich anschließend die Füße umspülen lassen;

ehe das Wasser richtig stieg und Teile des Strandes bedeckte, waren wir aber wieder auf sicherem trockenen Grund. Um 13 Uhr sollte es in der Trainingshalle weitergehen, doch als wir zurückkamen zur Arena, war dort Kunstlauf. Nicht so schlimm, so können wir eher weiterfahren, denn 25 km weiter befindet sich die Stadt Ribe, die die älteste erhaltene Stadt Dänemarks, ja ganz Skandinaviens ist. Und das war eine sehr gute Entscheidung! Bei noch immer schön sonnigem Wetter konnten wir uns dort viel ansehen, auch der Aufstieg auf den Turm des Domes lohnte sich und belohnte mit einem herrlichen Blick.

Domkirche in RibeDomkirche in Ribe

 

 

 

 

Kanzel im DomKanzel im Dom

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine der vielen kleinen und schönen Gassen in RibeEine der vielen kleinen und schönen Gassen in RibeNachdem wir genug gelaufen waren und alles fotografiert hatten, ließen wir uns am großen Platz mit Blick auf den Dom zum Essen nieder und kamen gerade noch rechtzeitig für die „Frokost“-Karte (um hinterher festzustellen, dass auf dieser nicht alles preiswerter war als auf der Abendkarte, im Gegenteil – hier war es scheinbar anders).

 

 

 

 

Wichtiger war aber, dass hier die Küche zwischen 16 und 17 Uhr offenbar komplett geschlossen hatte! Als wir mit dem Essen fertig waren, zog sich der Himmel zu, und es kühlte ab, dass wir dann doch froh waren, wieder am Auto zu sein – wir hatten ja keine Jacken mitgeschleppt... Bevor wir den Rückweg antraten, mussten wir noch tanken, und es gelang uns tatsächlich, den Tankautomaten zu überzeugen, dass er uns Sprit gab! Wir benötigten wieder etwa 90 Min zurück zur Unterkunft, wo wir schon einmal unser Gepäck zusammen packten, ehe wir noch gemütlich im „Wohnzimmer“ saßen, gestört nur durch eine zum Glück kurze, aber lautstarke Auseinandersetzung anderer Bewohner auf unserem Gang (soviel zum „Separaten Eingang“ - hinten durch waren offenbar noch weitere Zimmer, die bewohnt waren, wo die Leute dann auch abends spät oder morgens früh an unserer Tür vorbeitrampelten...).

 

Das war unser DänemarkDas war unser DänemarkMontag

Schlecht geschlafen, auch zu früh aufgewacht, weil besagte Nachbarn erst vor 7 Uhr den Hund (trap, trap, trap über das Laminat, radong die Tür) ausführten, den Hund (trap, trap, trap – radong) zurückbrachten und kurz nach 7 (radong) wohl zur Arbeit gingen. Kurz gefrühstückt, gespült, Klamotten ins Auto, und kurz nach 9 waren wir wieder unterwegs. Unterwegs noch am Supermarkt gehalten, um Leergut abzugeben (es gibt hier auch Dosenpfand und auf Plastikflaschen, gestaffelt 1, 2, 3 DKK (= 13 / 26 / 39 Ct)) und ein neues Kaltgetränk für den Rückweg zu besorgen. Leider wieder alles mit Pfand – und der vermeintliche Saft, für den wir uns dann entschieden, entpuppte sich dummerweise unterwegs dann als Konzentrat, das noch erst verlängert werden muss.....

Nach insgesamt 2202 km kamen wir gegen 17:30 Uhr wieder wohlbehalten zuhause an. Die Spritpreise übrigens unterschieden sich kaum in Norddeutschland und Dänemark, so haben wir auf der Hinfahrt am Autohof in Flensburg doch 1,32€ bezahlt, genau wie auf dem Rückweg Höhe Osnabrück, während die Unterwegstanke bei Ribe den Sprit sogar für 1,29€ (9,63 DKK) abgegeben hat! Da freuen wir uns auf die heimische Tankstelle mit ca. 1,22€ je Liter....

 

Am Ende gibt es natürlich noch den Hinweis auf alle Fotos...

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