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Stavanger (NOR) – 20./21.8.2016

Wie sollte man die lange Sommerpause überstehen, wenn man vor Mitte September keinen Urlaub mehr bekommt, fragten wir uns. Da hilft die ChampionsHockeyLeague (CHL)! Also haben wir uns auf die Spielpläne gestürzt, sobald diese veröffentlicht waren. Wochenende musste es sein, und das Ziel leicht und schnell von DUS oder CGN mit dem Flieger erreichbar. Viel kosten sollte der Flug natürlich auch nicht. Und am besten nicht mit den „heimischen“ Testspielen kollidieren. Wenn man dann vor Ort sogar noch einen (uns) bekannten Spieler treffen könnte – umso besser!

Neben Krefeld zuhause donnerstags kamen dann in die nähere Auswahl Spiele in Helsinki, Stockholm, Göteborg, Oslo (Wien, Zürich, Bern, Prag schieden aus, denn da waren wir schon). Dann allerdings wurde Djurgarden (Stockholm) um einen Tag verschoben, dann war es doch am Samstag, aber mittags.... Es kristallisierte sich schließlich Stavanger für den 20.8. sowie Göteborg für den 27.8. heraus. Unterkünfte waren gebucht, fehlten nur noch die entsprechenden Flüge. Für Stavanger hatte ich uns ein Limit gesetzt – und schließlich bei einer SAS-Verbindung zugeschlagen. Das Hotel war direkt neben der Arena! Allerdings war es ein sehr früher Abflug, also quasi einer der ersten Flieger, der von Düsseldorf aus startete, und entsprechend früher Start zuhause! Für Göteborg wäre es das gleiche „Programm“ gewesen, dann aber realisierten wir, dass unsere DEG an just diesem WE ein kleines Turnier in Köln spielt. Okay – dann muss halt eine einzige CHL-Auswärtstour reichen!

unser Hotelzimmer sah dann wirklich so aus wie im Angebotunser Hotelzimmer sah dann wirklich so aus wie im AngebotDas Hotel hatten wir zwar bei booking gesehen, aber dann doch beim Hotel direkt gebucht und durch unstornierbare Vorauszahlung (nach der Flugbuchung) noch etwas gespart. Im Vorfeld suchten wir uns dann eine Parkmöglichkeit, um kostenneutral einen Zug zum Flughafen zu erwischen, da unsere S-Bahn am Wochenende nicht so früh fährt. Wir fanden einen Regionalzug, der normal nach Hamm (oder so) fährt, so früh morgens aber seine Tour im Terminal beendet – welch ein Glück für uns! Und falls der (danke an die Deutsche Bahn!) ausfallen sollte, hätte es die S-Bahn ab Neuss mit Umstieg in Düsseldorf wohl auch noch getan. Eine Probepackung unseres Handgepäcks am Mittwoch - der Wetterbericht hatte doch recht gutes Wetter vorhergesagt – zeigte uns 2 Rucksäcke auf. Eine Akkreditierung sollte auch klappen (von daher mehr Foto-Gepäck!) - es konnte also nichts mehr schiefgehen!

Am Samstag kamen wir zwar mit dicken Augen aber pünktlich aus dem Bett – die Katze wusste nicht so recht, was los ist – und auch rechtzeitig unterwegs. Wir fanden direkt am Bahnhof einen uns genehmen Parkplatz, sodass wir viel zu früh am Gleis waren. So konnte man aber noch in aller Ruhe einen Automatenkaffee schlürfen. Die Bahn kam auch und zwar pünktlich! Am Flughafen stellten wir dann fest, dass 1. McDonalds hier keine Frühstück macht und wir 2. viel zu früh dran waren. So hatte auch fast kein Bäcker auf (und die 1, 2 hatten lange Schlangen), auch gab es nach der Sicherheitsschleuse kein Bier im Duty Free Shop oder an einem Büdchen, das man zu hiesigen Flughafenpreisen gerne mit nach Norwegen genommen hätte, wo der Liter Bier in der Kneipe um die 18,50 Euro liegt! Nun denn, sei's drum.

Der Flieger war recht pünktlich zum Einstieg bereit und kam ebenfalls fast pünktlich in die Startposition. Wir hatten uns extra Plätze möglichst vorne gesucht und am Gang, damit wir als erste aus dem Flieger kommen beim Umstieg in Kopenhagen, denn wir hatten nur 45 Min Umstiegszeit. Unsere Plätze im Flieger waren aber irgendwie schon belegt (ist auch schwierig, hier den richtigen Platz zu finden, steht ja nur darüber...); naja – die Reihe vor unseren Plätzen war und blieb komplett frei, so hatten wir Fensterplatz und Armfreiheit... Natürlich mussten wir vom A-Finger bis nach D laufen beim Umsteigen in Kopenhagen, aber wir hatten tatsächlich noch 10 Minuten Zeit, um uns dann wenigstens hier im Duty Free mit dem „Gute Nacht Bier“ zu versorgen (8 € / Liter...). Der nächster Flieger war ein kleiner, sodass wir einen Zweiersitz für uns hatten – und damit zwangsläufig Fensterplatz! Das war auch gut so, denn zunächst konnten wir beim Start in Kopenhagen nochmals auf Malmö gegenüber sowie die Öresundbrücke blicken,

die Halle und unser Hotel konnten wir so schon sehen!die Halle und unser Hotel konnten wir so schon sehen!um dann nach ca. 60 Min. Flug einen kostenlosen Rundflug über Stavanger zu bekommen! Da wir dann natürlich im Landeanflug und schon ziemlich tief waren, konnten wir sehr gut die Hallen und unser Hotel sehen! Der Flughafen in Stavanger machte einen sehr kleinen, eher provinziellen Eindruck beim Ankommen. Durch eine Baustelle im Gebäude war hier der Platz zusätzlich sehr begrenzt. Einen Geldautomaten sowie eine Info fanden wir aber trotzdem. Vorab hatten wir erfahren, dass beim normalen Linienbus die Tickets besser am Automaten gelöst würden (33 NOK), da diese beim Fahrer teurer wären (53 NOK). Aber: am Flughafen gab es keinen Automaten!!!! Geht ja schon gut los! Egal – Bus kam nach kurzer Wartezeit, Busfahrerin teilte uns die Umstiegshaltestelle mit (Bildschirm mit den entsprechenden nächsten Haltestellen funktionierte auch nur bei einem Teil der Fahrzeuge, wie wir an diesem Wochenende festgestellt haben – aber warum soll es woanders besser funktionieren als zuhause????), Umstiegsbus wartete bereits, und so kamen wir schon am Vormittag in die Innenstadt von Stavanger. Gut, dass wir uns doch für die Rucksäcke entschieden hatte - Trolleys wären auf dem Kopfsteinpflaster nicht wirklich hilfreich gewesen. Leider war der Dom eingerüstet und außerdem (noch) zu! Als nächstes erreichten wir die Touristeninfo, die allerdings sehr voll war – es sollte an diesem WE ein Musikfestival stattfinden, und zusätzlich hatte gerade die AIDA Sol angelegt... Aber es gab auch andere Souveniershops, und eine Broschüre mit einem Innenstadtplan hatten wir uns schon am Flughafen organisiert. Leider fing es zwischendurch an zu regnen – und wir hatten der positiveren Wettervorhersage folgend kein Regenzeug eingepackt. Schon ärgerlich!

die Altstadt mit den vielen weißen Holzhäusern
die Altstadt mit den vielen weißen Holzhäusern Aber der Regen hörte bald auf, dass wir zumindest nicht durchnässt waren. Das Laufen auf dem Kopfsteinpflaster war schon sehr mühselig, auch wenn wir trotz fehlenden Sonnenscheins viele tolle Foto schießen konnten und viel (also eigentlich alles) gesehen haben. Irgendwann wurde es Zeit, den Magen zu füllen und die Füße auszuruhen. Gut, dass wir uns vorab im Internet schon über mögliche Lokalitäten informiert hatten! So landeten wir im Egon's, wo wir uns am Pizza-Buffet laben konnten. Sehr angenehme Lokalität, die auch Plätze draußen anbietet mit Blick auf einen Teil des Hafens bzw. Platz davor. Nachdem wir auch noch die vielen weißen Holzhäuser der Altstadt angeschaut hatten, der Regen wieder einsetzte, begaben wir uns zur Bushaltestelle. Ach ja – wir hatten bei der Ankunft direkt den Busbahnhof aufgesucht, den dortigen Automaten beglückt, um uns Tickets für die Fahrt aus der Altstadt zum Hotel und morgen früh vom Hotel zum Flughafen zu besorgen. Leider entpuppten sich die Einzeltickets (33 NOK) als für sofort gültig und nicht für den Vorratskauf. Nun – zum Glück gab es einen netten Mitarbeiter auf der Servicestelle, der die falschen Tickets zurücknahm und mir die 24-Std-Tickets empfahl (90 NOK), die zumindest preiswerter waren als 2x beim Busfahrer zu lösen.... So ausgerüstet konnten wir dann ohne Verzögerung den Bus zum Hotel besteigen.

Im Hotel angekommen konnten wir auch sofort unser Zimmer beziehen, das im obersten Stockwerk lag und nur seitlich zur Durchgangsstraße blickte. Nach einer recht kurzen Ruhepause begaben wir uns dann auf den Weg zur Halle, die wir natürlich fast einmal umrundeten, um unseren Presseeingang zu finden. Und wir standen nicht auf der Liste, trotz Zusage. Aber es war kein Problem. Über diverse Treppen fanden wir dann auch den Zugang zum Pressebereich, wo wir auch die Startaufstellung für das Spiel vorfanden. Fast wie erwartet stand der Sohn von Tore Vikingstad, Markus, nicht im spielenden Roster.

Auch haben wir Tore während des Spiels respektive in den Pausen oder nach dem Spiel nicht entdecken können – schade! Die Oilers verloren dieses CHL-Spiel gegen Pilsen mit 0:2, nach dem 2. Gegentreffer hatten sie überhaupt keine Chance mehr, haben nichts mehr zustande gebracht, schade! Leider warteten wir nach dem Spiel lange, aber vergeblich auf irgendeinen Gesprächspartner – dafür hatten wir auch die Videokamera sowie das Mikrofon mitgeschleppt! Aber zum Glück hatten wir es ja nicht weit zu unserem Hotel (in dem im übrigen die Tschechen untergebracht waren). Einen kleinen Absacker in der Bar genommen - das „Vitlökbröd“ gab es wohl leider nur im Restaurant – und anschließend sehr fertig ins Bett gefallen, das übrigens überaus bequem war!

Am Sonntag erwartete uns ein sehr gutes Frühstücksbuffet, das war so üppig, dass wir nicht einmal alles probieren konnten! So konnten wir gut gestärkt in den Tag starten. Heute lachte wieder die Sonne vom Himmel, dass wir beschlossen, nochmals unser Busticket auszunutzen und in die Stadt zu fahren. Der Dom war jetzt geöffnet, aber leider fing gleich der Gottesdienst an - da läuft man dann ja nicht mit der Kamera drin rum! Am Hafen konnte Detlef dann nochmals ein paar schöne Fotos schießen – die AIDA war auch schon wieder unterwegs und nahm daher nicht einen großen teil des Hafens und Sicht auf die Häuser weg. A propos AIDA: da hatten wir gestern noch mit unserem Bekannten Andy korrespondiert, dass wir ihn hier gar nicht sehen, der sonst oft auf und mit den Kreuzfahrern unterwegs ist (in der Altstadt war am Samstag fast mehr Deutsch zu hören als Norwegisch) – und abends meldet sich Freund Kai mit dem Kommentar „seid Ihr etwa gerade hier?“ Naja, so klein ist die Welt! Aber leider waren wir bei Kais Nachfrage schon wieder auf dem Weg ins Hotel und zum Spiel, währen Kai wohl auf dem Rückweg zur AIDA war...

Dann machten wir uns aber zügig zum Busbahnhof auf, denn den Bus zum Flughafen wollten wir doch besser nicht verpassen! Auch diese Fahrt klappte mit dem Umsteigen, und schließlich waren wir doch einiges zu früh am flyplats. Bei einer (viel zu süßen) Limo schauten wir uns noch die Fotos von der sonnigen Altstadt an, ehe wir durch eine der beiden Sicherheitsschleusen gingen – um dahinter von der Großzügigkeit des Abflugbereiches überrascht zu werden! Bei der Zwischenlandung in Oslo kamen wir am Gate an, mussten auch hier wieder gefühlt mehr als 1 km laufen (wir hatten 1 Std. Umstiegszeit, was aber noch für ein Getränk reichte – wie auch unsere Barschaft in Fremdwährung). Die zweite Boeing war dann ziemlich groß, sodass wir in Düsseldorf nicht komplett in zwei Busse passten! Die restlichen Passagiere blieben dann vor dem Flieger auf dem Feld stehen – die SAS stand ziemlich weit draußen, so in Höhe der Flughafenfeuerwehr – und während wir hier auf unseren Bus zum Terminal warteten, hatten wir das nicht ganz alltägliche Erlebnis, dass ganz dicht an uns vorbei die BVB-Maschine zur Startposition fuhr und dann ebenfalls nicht weit entfernt dann startete. Für uns kam dann doch noch ein Bus, der uns an irgendeiner Tür des Hauptgebäudes rausließ. Erneut ohne jegliche Passkontrolle reisten wir wieder in die EU ein. Den Vorteil von „nur Handgepäck“ nutzend ging es für uns direkt raus, zur S-Bahn und nach Hause.

Danke Stavanger – damit haben wir auch den Länderpunkt Norwegen „abgearbeitet“ - wir werden sicher nochmal wiederkommen! Auch wenn es mega kurz war, war das doch schon fast wie ein kleiner Urlaub!

 

Fotos gibt es dann hier ===> https://cloud.web.de/ngcloud/external?guestToken=zt7d7H3rSdmcdiaEiYuiFg&loginName=micha7462